LVZ: Pädophilie-Debatte - Jetzt auch SPD-Bundestagsabgeordneter Strässer unter Rechtfertigungsdruck
ID: 946633
Stephan Klecha beklagte "fatale Schweigespirale" bei der Aufklärung
pädophiler Partei-Verstrickungen vor rund 30 Jahren hat mit dem
SPD-Bundestagsabgeordneten und Sprecher der Arbeitsgruppe
Menschenrechte, Christoph Strässer, nun auch die Sozialdemokraten
erreicht. Das berichtet die "Leipziger Volkszeitung"
(Mittwoch-Ausgabe). Strässer verantwortete in seiner Zeit als
Vorsitzender der früheren FDP-Jugendorganisation Jungdemokraten (von
1977 bis 1982) eine radikale Debatte zur Abschaffung des
Sexualstrafrechts.
Walter und Klecha, von den Grünen beauftragt, haben auch mit Blick
auf Strässer beklagt, dass "keiner versucht, die eigene politische
Haltung der damaligen Zeit öffentlich nachvollziehbar zu machen".
1980, so die Professoren, hätten die Jungdemokraten auf ihrer
Bundesdelegiertenkonferenz unter anderem "keine Bestrafung der
freiwilligen und einvernehmlichen Sexualität" zwischen Erwachsenen
und Kindern gefordert. 1982 sei diese Haltung bekräftigt worden.
Strässer erklärt jetzt in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber
der "Leipziger Volkszeitung", ihm lägen "keinerlei Unterlagen" aus
dieser Zeit mehr vor. Aber er wisse aus nachträglichem Buchstudium,
dass die Jungdemokraten Anfang der 80er Jahre das gesamte
Sexualstrafrecht abschaffen wollten. 1982 sei aber eine
Pädophilie-These nicht beschlossen worden. Heute sei er der
Auffassung, dass Missbrauch "nicht straffrei bleiben" dürfe.
Strässer verweist darauf, dass er sich 2013 mit der
SPD-Bundestagsfraktion für die deutliche Verlängerung der
Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch im Strafrecht und im
Zivilrecht eingesetzt habe. Man habe damals aber politisch über die
sich abzeichnenden Absetzbewegungen der FDP-Führung aus der
sozialliberalen Koalition gestritten und in erster Linie auch gegen
den Nato-Doppelbeschluss gekämpft. Deshalb sei ihm eine Diskussion
beim Bundeskongress der Jungdemokraten zum Sexualstrafrecht "nicht
mehr in ihren Einzelheiten in Erinnerung".
Pressekontakt:
Leipziger Volkszeitung
Büro Berlin
Telefon: 030/233 244 0
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.09.2013 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 946633
Anzahl Zeichen: 2402
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Leipzig
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 257 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"LVZ: Pädophilie-Debatte - Jetzt auch SPD-Bundestagsabgeordneter Strässer unter Rechtfertigungsdruck"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Leipziger Volkszeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Zentralrat der Roma und Sinti in Deutschland hat vor der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag und Dienstag nach Bulgarien und Rumänien einen Verzicht auf Roma-Abschiebungen aus Deutschland in das Kosovo verlangt. Zugleich machte Zentralratssprecher Herbert Heuß in einem
LVZ: Wegen der geplanten Erhöhung der Hartz-IV-Bezüge fordert die Linkspartei eine neue "Armutsbremse" bei den Renten / Drohender Absturz der Rentner ...
Eine "Armutsbremse" zum Schutz der Rentner angesichts steigender Hartz-IV-Beträge fordert die Linkspartei. Obwohl die Hartz-IV-Beträge 2011 nach Meinung der Linkspartei nur äußerst bescheiden ansteigen - regulär zum Jahreswechsel um fünf Euro, im zweiten Halbjahr 2011 wegen der P
LVZ: Polizei-Gewerkschaften kritisieren neue Hamburger "Blaulicht-Steuer" / GdP: "Verrückt, was in der Polizei derzeit abgeht" ...
Als Beleg für "verrückte" Vorgänge bei der Polizei haben die Polizeigewerkschaften die in Hamburg ab Jahreswechsel geltende "Blaulichtsteuer" von 40 Euro pro Polizeiruf bei Blechschäden im Straßenverkehr kritisiert. "Wenn das Schule macht, wird demnächst eine Ein
Weitere Mitteilungen von Leipziger Volkszeitung
Trierischer Volksfreund: Kostenexplosion bei Bundeswehr-Panzer-Projekt - Leitartikel, Trierischer Volksfreund ...
1,2 Milliarden Euro sind eintausendzweihundert Millionen Euro. Das ist eine Zahl mit sehr vielen Nullen. Unvorstellbar viel Geld. Nur mal so zum Vergleich: Dafür könnte man 120 000 Kleinwagen kaufen. Oder zwei nutzlose Prototypen der Drohne Euro Hawk entwickeln lassen. Dieses Geld ist nun
Mittelbayerische Zeitung: In Taka Tuka Land - Angela Merkel macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt - weil sie es kann. Von Christian Kucznierz ...
Als SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles unlängst im Bundestag das Pipi-Langstrumpf-Lied zum Besten gab, war das als Spott auf die Bundesregierung gedacht: "Ich mache mir die Welt / widde widde wie sie mir gefällt", lautete die Zeile, die sie mehr schlecht als recht ins Mikrofon sang
Weser-Kurier: Zur Pädophiliedebatte schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 18. September 2013: ...
Wenn hochrangige Politiker ohne grünes Parteibuch einen Fehler machen und ihn erst eingestehen, wenn die Öffentlichkeit bereits davon erfahren hat, dauert es meist nicht lange, bis jemand mit moralinsaurem Unterton den Rücktritt fordert: Jürgen Trittin. Die Liste derjenigen, die von ihm - teil
Weser-Kurier:Über die Arbeit der Verbraucherzentralen schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 18. September 2013: ...
Die Zahlen der Verbraucherzentrale Niedersachsen sprechen Bände. Über 1,4 Millionen Mal suchten die Menschen 2012 über Telefon, Internet und bei Vorträgen den Rat der Experten - fast 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Themenpalette reicht von Telefonterror mit Werbeanrufen bis hin zu Sorgen




