Es wird kälter – vor allem Diabetiker sind gefährdet

Es wird kälter – vor allem Diabetiker sind gefährdet

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Ein Spaziergang im Winter kann manchmal unangenehm sein: Nach einer Weile werden die Finger und Zehen zunächst kalt, dann gefühllos. Doch während gesunde Menschen bei Taubheitsgefühlen schnell nach Hause gehen und sich aufwärmen, nehmen Diabetiker das Warnsignal oft gar nicht wahr. Eine Erfrierung droht.



(firmenpresse) - Die Ursache für das fehlende Kälteempfinden bei Diabetes: Der hohe Blutzucker schädigt die Nervenzellen (Polyneuropathie). Der Patient verliert die Wahrnehmung und bemerkt die Temperaturunterschiede gar nicht. Er spürt keine Kälte, keine Schmerzen.

Zusätzlich problematisch: Viele Diabetiker leiden auch an Durchblutungsstörungen. Aufgrund einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose) kommt es zu starken Einengungen von Gefäßen. Dies erhöht die Anfälligkeit für Kälteschäden weiter. Denn durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße noch stärker zusammen. Das Gewebe wird schlechter durchblutet und mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Zellen werden geschädigt, im schlimmsten Fall sterben sie ab.

Vorsicht: Zu Erfrierungen kommt es nicht erst, wenn das Thermometer minus 10 Grad anzeigt, sondern auch schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Die Füße sind besonders gefährdet. Denn während man die Hände in der Regel leicht in Augenschein nehmen kann, ist das bei den Füßen schwierig.

Aufgrund der Polyneuropathie spüren Diabetiker auch nicht, wenn die Winterstiefel irgendwo drücken oder sich ein kleiner Stein im Schuh verirrt hat. Es entsteht eine lokale Entzündung. Wird diese nicht bemerkt und behandelt, weitet sie sich aus und zerstört immer mehr Gewebe. Bakterien siedeln sich an und verschlimmern den ganzen Prozess. Ein Diabetischer Fuß entsteht.

Damit Wunden am Fuß optimal heilen, ist eine vollständige und andauernde Entlastung notwendig. Dies erfolgt am besten durch eine gute Orthese. Die Orthese VACOped DIABETIC besteht aus einem Vakuumkissen, das sich im weichen, belüfteten Zustand genau der Fußform anpasst. Entzieht man dem Kissen die Luft, so wird die Form „eingefroren“. Es entsteht eine angepasste, stabile Oberfläche, die den Druck gleichmäßig verteilt. Dieser Vorgang des Anpassens ist jederzeit wiederholbar. Mehr unter www.vacopeddiabetic.com


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Erfrierungen: Die besten Erste-Hilfe-Maßnahmen

● Das Aufwärmen sollte ganz langsam erfolgen. So werden zum Beispiel die Hände erst unter kaltes Wasser gehalten und dieses dann langsam erwärmt.
● Parallel kann der Körper von innen mit heißem Tee oder Kakao erwärmt werden. Auf Kaffee und Alkohol besser verzichten, da diese eine schlechte Durchblutung begünstigen.
● Die unterkühlten Hände und Füße nicht rubbeln. Denn durch das taube Gefühl wird die Reibung nicht richtig wahrgenommen und das kann zu wunden Stellen führen.

Wenn die Erfrierungssymptome über ein Taubheitsgefühl hinausgehen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Ärzte unterscheiden vier Grade von Erfrierungen. Eine Erfrierung ersten Grades äußert sich durch Blässe und ein Taubheitsgefühl. Bereits bei Erfrierungen zweiten Grades kommt es zu Schädigungen im Gewebe. Beim dritten und vierten Grad färbt sich die Haut schwarz und das Gewebe stirbt ab.


Kälteschäden – Vorbeugen ist möglich

Der wichtigste Schutz vor Erfrierungen ist angemessene warme Kleidung. Sie sollte nicht zu straff sitzen: Luft ist ein guter Isolationsfaktor. Auch Schuhe und Handschuhe dürfen nicht zu eng sein. Die Haut im Gesicht sollte mit einer fetthaltigen Creme geschützt werden. Diabetiker sollten auf optimale Zuckerwerte achten, damit sie Temperaturunterschiede gut wahrnehmen können.
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Datum: 26.09.2013 - 10:22 Uhr
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