Neue OZ: Kommentar zu Weltaltentag
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Heute ist Weltaltentag. Hätten Sie es gewusst? Wenn nicht,
befinden Sie sich in guter Gesellschaft; kaum jemand ist sich im
Klaren darüber, dass es diesen Tag gibt - und zwar seit mehr als 20
Jahren. Es ist sicher nicht übertrieben zu vermuten, dass das
Ignorieren des Weltaltentages symptomatisch für den Umgang mit dem
demografischen Wandel an sich steht - einer der weltweit größten
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
Für viele ist die Altersentwicklung bloße Zukunftsmusik: zu weit
außerhalb der Hörweite, als dass sie Denken und Handeln aktuell
beeinflussen würde. Insofern kommt der erste Weltalten-Index wie
gerufen. Die Datensammlung ist ein Schritt in die richtige Richtung
und gleichzeitig nur ein Anfang.
Auch wenn die Stimme der Alten offenbar viel zu selten
wahrgenommen wird, wie die miserable Lebenssituation vieler Senioren
weltweit zeigt: Sie dringt doch zwangsläufig ins Bewusstsein der
Menschen. Es dauert nicht mehr lang, bis Kinder in der Minderheit
sind. Das ist eine Umwälzung, die die Welt überfordern könnte. Die
Gefahr kollabierender Renten- und Pflegesysteme ist erkannt und
zwingt zum Grübeln über neue Wege. Gut so. Eine Aufgabe für alle wird
sein, Leerstellen zu füllen, die früher automatisch mit Jüngeren
besetzt wurden. Das gibt es dann so nicht mehr. Fantasie und Mut sind
gefragt. Nicht erst in Zukunft, sondern schon jetzt.
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Datum: 30.09.2013 - 22:00 Uhr
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