Adam Smith, der Eigennutz und die private Krankenversicherung
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Im Jahre 1759 veröffentlichte ein Professor der Universität Glasgow ein Werk, welches ihn augenblicklich berühmt machte: "The Theory of Moral Sentiments". In diesem Buch versuchte der Autor darzulegen, daß die menschliche Empathie (hier Sympathie) ein Hauptgrund für menschliche Arbeit ist. Der Moralphilosoph sollte 1776 ein ganz anderes Buch vorlegen und damit die Wissenschaft der Nationalen Ökonomie (Wirtschaftswissenschaften) begründen: An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations (im deutschen: Wohlstand der Nationen). Besagter Moralphilosoph ist natürlich Adam Smith.
In seinem Hauptwerk "Wohlstand der Nationen" macht Smith wichtige Beobachtungen. Freier Wettbewerb führt zu einer unverfälschten Arbeitsteilung, und damit zu einer höheren Produktivität. Die menschliche Eigenschaft zu tauschen ermöglicht nach Smith eben die notwendige Arbeitsteilung. Ferner schreibt er: "Und dieses ungeheure Anwachsen der Produktion in allen Gewerben, als Folge der Arbeitsteilung, führt in einem gut regierten Staat zu allgemeinem Wohlstand, der selbst in den untersten Schichten der Bevölkerung spürbar wird." (Wohlstand der Nationen, Kapitel 1). Obschon Smith Kartellbildungen als schädlich beschrieb, trat er für eine rigerose Zurückhaltung von staatlichen Eingriffen ein. Letztlich forderte Smith generell die Zurückhaltung der staatlichen Rolle im Wirtschaftsleben, die Preise für Güter und(!) Löhne pendeln sich aufgrund der Marktmechanismen ein. Allerdings gilt es, den historischen Kontext im Auge zu behalten, als das Buch erschien. Europa war drauf und dran, an dem protektionistischen Merkantilismus zu ersticken. Freier Handel wurde in Europa gewollt erschwert.
Aber was hat dies mit den Krankenversicherungen zu tun? Das Streben Einzelner das Maximum aus dem geringsten Aufwand zu erzielen, ist in gesamtwirtschaftlicher Entwicklung wohlstandsfördernd. So sind etliche Versicherer auf dem Markt die um eine begrenzte Anzahl von potentiellen Kunden werben. Selbsständige, Freiberufler und Beamte, sowie Angestellte ohne Versicherungspflicht (Einkommen über 48600 Euro/Jahr) haben die Möglichkeit eine private Versicherung statt der Gesetzlichen abzuschliessen. Somit ergeben sich deutliche Unterschiede bei der Beitragshöhe (ein Online Vergleich lohnt für alle Interessenten, aber auch für schon Versicherte). Daher sind die Versicherer bemüht, ihre tarife attraktiv zu gestalten. Ein weiterer Nebemeffekt läßt sich in Deutschland beobachten: trotz Ärgernisse der gesetzlich Versicherten werden die Privatversicherten bei Ärzten und Praxen bevorzugt. Bei aller Aufregung vergisst man, wieviele der Arztpraxen ohne Privatversicherte schon längst pleite wären! Also auch hier ein Adams´scher Gesamtwohlstand?
Mit dem gestrigen Urteil in Karlsruhe werden die Privatversicherer um ihre Handlungs- und Geschäftsfreiheit gebracht. Sicher, die Richter argumentieren menschenfreundlich. Doch gilt dies auch für die Zukunft? Der Staat hat schon Arzneigebühren und Praxisgeühren eingeführt und alles deutet daruf hin, daß in Zukunft Patienten immer mehr Eigenanteil zu tragen haben. Was nun, hü oder hott? Betrachtet der Staat Gesundheit als öffentliches Gut, muß er eine Vollfinanzierung über Umlagen gewährleisten und die private Krankenversicherung abschaffen. Will er hingegen die PKV belassen, muß er diese auch in Ruhe arbeiten lassen. Das die Privatversicherer sogar wirtschaftlicher arbeiten, als die gesetzliche Krankenkasse, ist doch keine Überraschung.
Daher ist jedem Berechtigten zu empfehlen, einen unparteiischen Vergleich auf www.pkv-vergleichen.org anzustellen.
Eine Abschlussfrage: wäre Adam Smith in der gesetzlichen oder aber in einer privaten Krankenversicherung?
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Datum: 11.06.2009 - 22:08 Uhr
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