Allg. Zeitung Mainz:Übles verhindern / Kommentar zu Schockbildern bei Zigaretten
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besseren Menschen. Und, ja:Auch der Konsum von Alkohol, Tabletten und
manchen Nahrungsmitteln kann überaus schädlich bis tödlich wirken;
gleiches gilt im Übrigen für chronische Arbeitssucht. Dennoch:Es ist
richtig, auch mit Schockbildern zu versuchen, vor allem Jugendliche
vom Tabakkonsum abzuhalten. Die ästhetische Problematik hält sich in
Grenzen, wer Zigarettenschachteln aus dem Augenwinkel wahrnimmt, kann
rasch vollen Sichtkontakt vermeiden. Die Tabak-Lobby, deren
Schlagkraft ihresgleichen sucht, argumentiert gerne mit
Arbeitsplätzen. Das ist nicht prinzipiell abwegig, aber auch
hinterhältig. Jeder verlorene Job tut weh, aber auf der anderen Seite
der Waagschale liegen das Leid und der Schaden, den Lungenkrebs und
Frühinvalidität verursachen. Schwerwiegend ist auch das
Freiheitsargument. Aber nach keinem Gesetz dieser Welt ist Freiheit
schrankenlos. Es sollte denen, die mit Freiheit argumentieren, zu
denken geben, dass ausgerechnet Kanada und Australien zu den Staaten
mit den rigidesten Nichtraucherschutz-Bestimmungen zählen; Kanada und
Australien, nachgerade Ikonen der Freiheitsrechte. Schockbilder
dürfen nicht das Einzige sein; weiterhin dringend nötig sind
Aufklärung, Krebsprävention und nicht zuletzt beim Nichtraucherschutz
eine weitere Konzentration;der hier womöglich erwartete Begriff
"Verschärfung" wäre falsch, denn scharf sind nicht die
Nichtraucherschutz-Gesetze, sondern die Gefahren und das
Belästigungspotenzial des Passivrauchens. Am wichtigsten aber ist das
Vorbild, das Erwachsene, vor allem Eltern, abgeben.
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Florian Giezewski
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Datum: 08.10.2013 - 17:44 Uhr
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