Südwest Presse: Kommentar zu Limburger Bischof
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Kirchenfürst zu Limburg. Hinter ihm her eilen zum Heiligen Vater nach
Rom wird Robert Zollitsch. Der Vorsitzende der Deutschen
Bischofskonferenz hat eigentlich bereits alles gesagt zum Fall des
Franz-Peter Tebartz-van Elst. Eugen Drewermann hat den Limburger
Bischof zwar durch merkwürdig anmutende Gedankengänge in Schutz
genommen. In diesem Fall aber gilt für den abtrünnigen Pfarrer und
Kirchenkritiker, dass das Heischen um Aufmerksamkeit nicht immer vor
dem Holzweg schützt. Tebartz-van Elst darzustellen als ein Opfer
jenes Teils im System Kirche, dem Prunk und Protz nicht fremd sind,
mutet jedenfalls so absonderlich an, wie Vergleiche zum
Ordinariatsbau der schwäbischen Diözese Rottenburg abenteuerlich
sind. Dessen Kosten von 39 Millionen Euro haben zwar ebenfalls
Diskussionen hervorgerufen, Bischof Fürst aber war stets bemüht um
Transparenz, vor allem leistet er sich mit dem Bau keinen
persönlichen Luxus. Nein: Gebhard Fürsts Limburger Glaubensbruder hat
sich disqualifiziert für ein hohes Glaubensamt - durch
Unglaubwürdigkeit und Unwahrheit, Selbstherrlichkeit und
Selbstgefälligkeit. Am Ende der Reise nach Rom kann nur die
Abberufung Tebartz-van Elsts stehen. Alles andere als seine bereits
jetzt überfällige Demission würde der - in Teilen eh schon verlorenen
- Ehre der katholischen Kirche weiter schaden, sie büßte noch mehr
Glaubwürdigkeit ein.
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Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 13.10.2013 - 19:39 Uhr
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