EEG optimieren statt liquidieren / WWF fordert faire Ursachenanalyse
ID: 962436
EEG-Umlage für das kommende Jahr von 6,24 Cent je Kilowattstunde
fordert der WWF eine faire Debatte über die Ursachen. Die Erhöhung
der Umlage sei maßgeblich dem stark gesunkenen Börsenstrompreis
geschuldet. Die niedrigen Börsenstrompreise, die auch durch
erneuerbare Energien möglich geworden sind, würden jedoch nicht an
den Normalverbraucher weitergegeben. Darüber hinaus trügen die
ausufernden Rabatte für eine stetig steigende Anzahl von
Industriekunden zum Ansteigen der Umlage für die nicht privilegierten
Verbraucher bei. Der Ausbau weiterer EEG-förderbarer Anlagen habe nur
geringfügig die derzeitigen Kosten steigen lassen. "Das EEG wird
immer weiter vollgepackt mit Industrierabatten, während Mittelstand
und Normalbürger für die Energiewende zahlen. Dies ist nicht tragbar
und muss schnell verändert werden", sagt Eberhard Brandes, Vorstand
des WWF Deutschland.
"Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein Meilenstein bei der
Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik. Die künftige
Bundesregierung darf sich jetzt nicht von Stimmungsmachern treiben
lassen bei der notwenigen Reform eines zentralen Eckpfeilers der
Energiewende. Es gilt das Erneuerbare-Energien-Gesetz sinnvoll
weiterzuentwickeln und keinesfalls abzuschaffen", sagte Brandes
weiter. Der dynamische Ausbau der erneuerbaren Energien müsse dabei
sichergestellt werden, auch wenn die erneuerbaren Energien zukünftig
mehr Risiken im Markt übernehmen müssten.
Pressekontakt:
WWF World Wide Fund For Nature
Sylvia Ratzlaff
Telefon: 0 30 / 311 777 467
E-Mail: sylvia.ratzlaff@wwf.de
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Datum: 15.10.2013 - 12:40 Uhr
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