Neue OZ: Kommentar zu Bundestag / Parteien / Grüne / CDU
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Das war kein furioser Schluss, mit Türenknallen, Wutausbrüchen und
sonstigem Gedöns. Union und Grüne sagten leise Servus, wobei das
Bedauern aufseiten der CSU eine Spur zu stark ausfiel. In Wahrheit
ist Horst Seehofer froh, die unbequemen Ökos mit Anstand los zu sein.
Ein schöner Zug, dass der nette Herr Özdemir die Tür zu den Grünen
angelehnt ließ. So kann die Union mit der SPD in dem Gefühl
verhandeln, doch noch eine Alternative zu haben. Das ist nicht
wirklich so. Die Ökos fühlen sich derzeit nicht stark genug für die
mächtige Frau Merkel. Die hat ohnehin genug von schwachen Partnern.
Aber die Grünen haben das Zeug zur Selbstkritik und zur
Erneuerung. Sie haben in den Sondierungen die Union durch Reife und
Kompetenz verblüfft. In vier Jahren könnte die Zeit reif sein für
Schwarz-Grün, bis dahin sind die Ökos Merkels Joker. Sie kann ihn
ziehen, wenn es die erstaunlich selbstbewusste SPD zu toll treibt.
Die beendete Feindschaft zwischen Union und Grünen und deren
angekündigte Neupositionierung eröffnen der Kanzlerin eine
Ausstiegschance aus der Großen Koalition, die greifbar nahe rückt.
Erstarkt geht die SPD in das Finale, sie pocht massiv auf einen
Politikwechsel. Der Mindestlohn ist das Mindeste, was sie der Basis
vorzeigen muss. Bislang hat SPD-Chef Sigmar Gabriel noch keinen
Fehler gemacht und den richtigen Ton getroffen.
Beate Tenfelde
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Datum: 16.10.2013 - 22:00 Uhr
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