Medien- und Onlinesucht als Krankheit ernst nehmen
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Medien- und Onlinesucht als Krankheit ernst nehmen
Wir muessen Medien- und Onlinesucht noch ernster nehmen. Immer mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene verbringen immer mehr Zeit mit Computerspielen, Internet und anderen Medien. Diese exzessive Mediennutzung kann mit suchtaehnlichen Erscheinungen verbunden sein.
Obwohl diese Thematik in der oeffentlichen Debatte bereits angekommen ist, weiss man bisher noch zu wenig ueber Ursachen und Wirkung, sowohl bezogen auf das Krankheitsbild wie auch auf moegliche Therapien. Mit dem von CDU/CSU und SPD eingebrachten Antrag zur Medien- und Onlinesucht werden zentrale Aspekte dieses noch weitgehend unerforschten Phaenomens angesprochen:
- es braucht mehr Forschung in diesem Bereich, um die Wirkungszusammenhaenge besser verstehen zu koennen;- es sollte geprueft werden, ob Medien- und Onlinesucht als Krankheit bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt werden kann, damit Behandlungsmoeglichkeiten fuer Betroffene entwickelt, bereitgestellt und letztlich auch finanziert werden koennen;- die vorhandenen Beratungs- und Therapieangebote muessen ausgebaut und besser vernetzt werden;- es braucht mehr Aufklaerung und Praevention durch Bund und Laender.
Ueber die Frage der Anerkennung von Medien- und Onlinesucht als Krankheit hinaus war der SPD ein Punkt in dem Antrag besonders wichtig: Die Staerkung der Verantwortung und der Kompetenz sowohl von Medienanbietern als auch Mediennutzern. Aus unserer Sicht ist Medienkompetenz eine Schluesselqualifikation in der modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft und hilft, sich in einer medial gepraegten Welt zu Recht zu finden. Deshalb war es der SPD wichtig, die Foerderung und Unterstuetzung von Medienkompetenz sowohl fuer Kinder und Jugendliche als auch fuer Erwachsene sowie die Verankerung von Medienkunde als regulaerem Schulfach in den Laendern zu fordern.
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Datum: 18.06.2009 - 20:11 Uhr
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