Schavan: 'Kompetenzen in der Demenzforschung bündeln'
ID: 97501
Schavan: "Kompetenzen in der Demenzforschung bündeln"
"Mit der feierlichen Eröffnung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) schaffen wir eine völlig neue Struktur in der Gesundheitsforschung in Deutschland. Wir nutzen alle Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis optimal zum Wohl der Erkrankten", sagte am Dienstag Bundesforschungsministerin Annette Schavan bei der Gründungsfeier des DZNE in Bonn.
Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nahm an der Feier teil: "Das DZNE arbeitet an der Bekämpfung der neurodegenerativen Erkrankungen in ihrer ganzen Breite. Und es führt mit seiner Netzwerkstruktur ein innovatives Forschungsmodell dafür ein. Ich gratuliere dazu, dass diese doppelte Herausforderung schon so weit gelungen ist. Die Forscher leisten am DZNE eine wichtige Arbeit nicht nur für den Forschungsstandort Deutschland. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für eine möglichst menschenwürdige Gesellschaft in der Zukunft."
Das DZNE-Kernzentrum in Bonn hat insgesamt sieben Außenstellen an Forschungseinrichtungen, Universitäten und Kliniken in Rockstock/Greifswald, Göttingen, Magdeburg, München, Tübingen, Witten und Dresden. "Diese Form der Zusammenarbeit setzt auf Arbeitsteilung, weil es in der Demenzforschung auf neue Ideen der besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ankommt und dies ein Standort alleine nicht leisten kann", sagte Schavan. "Diese Struktur ist europaweit einzigartig." Bund und Länder unterstützen das DZNE im Endausbau mit bis zu 66 Millionen Euro jährlich.
Prof. Pierluigi Nicotera, Gründungsdirektor des DZNE, sagte während der Feier: "Die Übernahme der Leitung des DZNE bedeutet für mich eine der spannendsten Aufgaben meiner beruflichen Karriere. Das neue Zentrum kann sogar zum weltweiten Vorbild werden. Denn so planvoll und gezielt wird nirgendwo anders Demenzforschung betrieben."
Bereits heute leiden in Deutschland mehr als eine Million Menschen an den Folgen einer Demenz und die Zahl der Neuerkrankungen liegt bei rund 200.000 pro Jahr. Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, sagte: "Um die Forschung im Bereich der Demenzerkrankungen signifikant zu verstärken, gehen wir neue Wege. Zum einen möchten wir die vielfältigen, verteilten Kompetenzen in unserem Land dadurch bündeln, dass wir neben dem eigentlichen Kernzentrum in Bonn Partnerinstitute an mehreren universitären Standorten einrichten. Zum anderen sollen wichtige Resultate aus der Grundlagenforschung rasch auf ihre klinische Anwendung hin überprüft werden."
Das DZNE wird Vorbild sein für weitere langfristige Bündnisse von Forschungseinrichtungen, Universitäten und Kliniken zur Bekämpfung der wichtigsten Volkskrankheiten. "Wir werden die Gesundheitsforschung in Deutschland in Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung strategisch und strukturell weiterentwickeln. Dazu gehört das zukünftige Deutsche Zentrum für Diabetesforschung und das geplante Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung", sagte Schavan. "Erst vor zwei Wochen habe ich gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe und dem Deutschen Krebsforschungszentrum den Startschuss für ein neues länderübergreifendes Bündnis in der Krebsforschung gegeben."
Weitere Informationen unter http://www.dzne.de/ .
BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Pressereferat
Hannoversche Straße 28 - 30
D - 10115 Berlin
Telefon: (030) 18 57 - 50 50
Fax: (030) 18 57 - 55 51
E-Mail: presse@bmbf.bund.de
URL: http://www.bmbf.de/press/
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 23.06.2009 - 12:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 97501
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 533 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schavan: 'Kompetenzen in der Demenzforschung bündeln'"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Lesen und Vorlesen, das Erzählen von Geschichten und das Erleben der deutschen Sprache sind für Flüchtlingsfamilien wichtige Hilfestellungen zur Integration und zur Orientierung in unserem Land. Deshalb hat die Stiftung Lesen im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das drei
Ausbildungsbilanz 2015 liegt vor ...
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Ergebnisse der Erhebung über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum 30. September 2015 vorgelegt. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist in diesem Jahr mit 522.200 gegenüber dem Vorjahr stabil. Die Zahl der betrieb
Was kostet uns der Klimawandel? ...
Hitze, starker Regen, Meeresspiegelanstieg, Hochwasser- und Sturmereignisse - all diese Phänomene scheinen im Zuge des Klimawandels vermehrt und stärker aufzutreten. Sie führen zu erheblichen Schäden an öffentlichen Infrastrukturen, privaten Vermögenswerten, der menschlichen Gesundheit und
Weitere Mitteilungen von Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Das Theaterstück ist keine Comedy und es geht nur vordergründig um Fußball ...
Für Eichhorn ist es damit nicht nur ein Leseauftritt, der ihn in den Neuen Gemeindesaal im Rathaus von Hoppegarten führt. „Ich spiele diesen Trainer, der zwar vordergründig von Fußball redet, aber eigentlich über ganz andere Dinge redet.“ Für Hilmar Eichhorn ist dieses Stück zwar kabarett
Mit Farben entspannen und genießen im kleinen Atelier oder in der schönen Natur ...
Verschiedene Maltechniken kennenlernen... Entspannung...Ruhe...in einem kleinen Atelier....... tauchen Sie in die Welt der Farben ein.... Wer noch nicht gemalt hat, hat die beste Voraussetzungen, aber auch Fortgeschrittene lernen immer noch dazu. Einzelunterricht oder max. 5 Personen je
Sommerkinder am Meer – Kultursommer im Hotel Miramar ...
„Sommerkinder am Meer“ lautet das Thema des sommerlichen Ausstellungsprogrammes, das vom 4. Juli bis 30. August im Tönninger Hotel Miramar läuft. Erneut erarbeiten Künstler des Kunst-Klimas themenspezifische Bilder, um möglichst facettenreich die Vielfalt der regionalen Kunst zu präsentiere
Kulturmarken Award 2009 ...
Der Wettbewerb um die Kulturmarke, die Trendmarke und den Kulturmanager des Jahres 2009 startet am 22. Juni. Kulturinstitutionen und -projekte im deutschsprachigen Raum können sich bis zum 15. September für die Auszeichnungen in den drei Kategorien bewerben. Ausgeschrieben werden die Wettbewerbe v




