Rheinische Post: Schlingernde SPD
Von Eva Quadbeck
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sind für Sigmar Gabriel ein schlechtes Ergebnis. Bislang lag er immer
satt über 90 Prozent. Obwohl Gabriel alles getan hat, um die Basis
Richtung große Koalition mitzunehmen, ist er abgestraft worden. Das
Ergebnis ist weniger mit Fehlern des Parteichefs als vielmehr mit dem
Grundunbehagen der Sozialdemokraten gegenüber einem Bündnis mit der
Union zu erklären, das den Parteitag wie eine Hintergrundmusik
begleitet. Gabriels Ergebnis belegt auch, dass die Genossen richtig
liegen, die ernsthaft damit rechnen, eine Mitgliederbefragung könne
auch schief gehen. Vielleicht hat Gabriel den Genossen auch nur zu
viel reinen Wein eingeschenkt bei dem Versuch, die SPD aus der linken
Ecke zu befreien. Mit der Analyse, dass in Deutschland nur eine
Partei den Kanzler stellen kann, der die Menschen zutrauen, sie könne
die Wirtschaft brummen lassen, hat er recht. Das muss grundsätzlich
der Ehrgeiz einer Partei sein, die Volkspartei sein und eines Tages
auch wieder entsprechende Wahlergebnisse erzielen möchte.
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Datum: 14.11.2013 - 19:26 Uhr
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