Neue OZ: Kommentar zu NSA
ID: 983081
Spannend verlief die Parlamentsdebatte über die NSA-Spähaffäre
nicht gerade. Zwar konnten Linke und Grüne angriffslustig ihre
Oppositionsrolle spielen, aber der Bundestag hat schon weitaus
glanzvollere Stunden erlebt. Viele Abgeordnete betrachteten die
Diskussion über das Ausspionieren von Handys mehr als lästiges
Pflichtprogramm, das sie über die Bühne bringen mussten.
Eher zurückhaltend waren die Aufforderungen von Kanzlerin Angela
Merkel und Innenminister Hans-Peter Friedrich an die USA, für mehr
Aufklärung zu sorgen. Beide dürften sich zwar sehr über den
Vertrauensverlust ärgern, aber sie werden allein aus pragmatischen
Gründen höchstens hinter verschlossenen Türen ihre Empörung gegenüber
den Vereinigten Staaten nachdrücklicher äußern. Denn der mächtige
Bündnispartner wird bei vielen Gelegenheiten gebraucht. Und für
Merkel ist derzeit ohnehin klar, was für sie Vorrang weit vor der
NSA-Affäre hat: Das sind die Koalitionsverhandlungen.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier hat recht,
wenn er vor einem NSA-Untersuchungsausschuss warnt. Denn es ist
realistisch, dass die USA mauern und weder Akten noch
Geheimdienst-Mitarbeiter als Zeugen stellen würden. In so einem Fall
wäre ein Untersuchungsausschuss zahnlos. Zuzustimmen ist Steinmeier
auch bei der Forderung nach einem Völkerrecht im Netz. Nationale
Regeln können globale Spähprogramme nicht stoppen.
Christof Haverkamp
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.11.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 983081
Anzahl Zeichen: 1769
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 222 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu NSA"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Unfälle / Umwelt ...
Vertrauen verloren Das ist schon erstaunlich: Seit Jahrzehnten wiederholen die Betreiber der gigantischen Gas- und Ölspeicher in Ostfriesland, wie sicher diese Technologie doch sei. Und dann ist es dennoch möglich, dass über Stunden Öl unkontrolliert austritt und die Umwelt verseucht?
Neue OZ: Kommentar zu Koalitionsverhandlungen ...
Warum so spät? Na bitte, geht doch. Jetzt fallen Entscheidungen bei den schwarz-roten Unterhändlern, und zwar bei den ganz dicken Brocken. Aber was nach Entschlusskraft aussieht, ist nur eine leere Hülle, zumindest beim Mindestlohn. Wie hoch die einheitliche Lohnuntergrenze sein soll und w
Neue OZ: Kommentar zu Arbeitgeber / Verbände ...
Wechsel in einer schwierigen Zeit Der Wechsel an der Spitze der Arbeitgeberverbände fällt in eine Zeit, in der eine Vielzahl an wirtschaftspolitischen Entscheidungen ansteht. Gleich zu seiner Amtseinführung wird Ingo Kramer als neuer Arbeitgeberpräsident Stellung zu Themen wie Mindestlohn
Neue OZ: Kommentar zu Schausteller ...
Glühwein statt Looping Seit Jahren überbieten Schausteller einander mit immer spektakuläreren, ausgefeilteren Fahrgeschäften. Technisch mag diese Entwicklung weitergehen, mögen Ingenieure und Designer immer neue Superlative des Nervenkitzels ersinnen. Doch werden sich die Menschen in den




