Neue OZ: Kommentar zu Energie / Heizöl
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Verbraucher sollten sich von der vermeintlich positiven Nachricht
über das günstige Heizöl nicht in die Irre führen lassen: Wer auf
diesen ineffizienten Energieträger setzt, verheizt bares Geld. Doch
der ökonomische Anreiz allein reicht nicht für den Ausstieg aus den
fossilen Energieträgern. Die Politik muss beim Umstieg helfen, indem
sie die Effizienz in der Wärmeproduktion stärker fördert.
Bislang heizt noch fast jeder dritte Haushalt mit Öl, viel zu
viele. Das gilt umso mehr, da die Gebäude meist schlecht gedämmt und
die unwirtschaftlichen Brenner veraltet sind. Hinzu kommt, dass laut
Studien der Ölpreis in den kommenden Jahren wieder steigen wird. Die
derzeitigen Preise dürften nicht mehr als eine Momentaufnahme sein.
Längerfristig gültig ist indes, dass das Heizen von Gebäuden rund 30
Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland verursacht.
Zu dieser ökonomischen Dimension kommt noch eine soziale
Komponente hinzu: Laut wissenschaftlichen Untersuchungen sind es
zunehmend finanziell schlechtergestellte Menschen, die sich den
Wechsel zu klimafreundlichen Energien aus eigener Tasche kaum leisten
können. Aus diesen Gründen sollte die kommende Bundesregierung bei
der Energiewende ihren Fokus weniger auf die Strompreise legen. Sie
muss sich mehr auf die weitaus höheren Kostenrisiken fossiler
Energieträger fürs Heizen konzentrieren.
Fabian Löhe
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Datum: 20.11.2013 - 22:00 Uhr
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