16.000 bei Energiewende-Demonstration im Berliner Regierungsviertel / Empörung über Große Koalition: "Frontalangriff auf Energiewende" / Forderung: Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom
ID: 990974
Menschen von der künftigen Bundesregierung, die Energiewende mit
Sonne und Wind zu gestalten und Fracking, Kohle und Atom aufs
Abstellgleis zu stellen. Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD
nutze nicht die riesige Chance, mit der Energiewende beim Klimaschutz
ernst zu machen, Atomkraft abzuschalten, den Stromkonzernen den
Stecker zu ziehen und für eine Energieversorgung in Bürgerhand zu
sorgen. Die 16.000 Demonstranten starteten am Berliner Hauptbahnhof
und umzingelten das Kanzleramt. Gleichzeitig ließen Teilnehmer zig
Drachen vor dem Reichstag steigen, die vor einer Woche landauf landab
mit Energiewende-Forderungen bemalt wurden.
Aufgerufen zu der Energiewende-Demo hatten zusammen mit mehr 60
anderen Organisationen und Gruppen unter anderem die
Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, das Kampagnennetzwerk Campact,
die NaturFreunde Deutschland, Attac und der Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz.
Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:
"Trotz kurzer Vorbereitungszeit und trotz Novemberwetter sind heute
Tausende auf die Straße gegangen, um die Energiewende gegen die große
Koalition und die alten Stromkonzerne zu verteidigen. Die Empörung
über die geplante Energiepolitik ist groß. Alle Umfragen zeigen: Die
Bevölkerung will deutlich schneller raus aus der Atomkraft und nicht
länger auf Kohle setzen. Gehen Union und SPD einen anderen Weg, dann
wird der heutige Tag der Auftakt für weitaus größere Proteste sein."
Christoph Bautz, Geschäftsführer des Kampagnennetzwerks Campact,
ergänzt zu den Hintergründen der Demonstration: "Schwarz-Rot plant
einen Frontalangriff auf die Energiewende und will mit einem
Ausbaudeckel die Erneuerbaren ausbremsen. Nach der Photovoltaik geht
es jetzt der Windkraft an den Kragen - und damit ausgerechnet der
kostengünstigsten Stütze der Energiewende. Stattdessen setzt
Schwarz-Rot auf Kohlekraft und will mit neuen Subventionen
verhindern, dass alte Kohlemeiler endlich eingemottet werden. Der
Klientelpolitik für RWE, Eon und Vattenfall stellen sich viele Bürger
in den Weg. Zu Tausenden gehen wir für eine konsequente Energiewende
und einen raschen Ausstieg aus der Kohlekraft auf die Straße."
Jens-Martin Rode von der AG Energie, Klima Umwelt des
globalisierungskritischen Netzwerkes Attac erklärte: "Diese
Demonstration macht deutlich: Es gibt in unserem Land eine starke und
vielschichtige Zivilgesellschaft, die sich einem Ausbremsen der
Energiewende entgegenstellt. Dabei zeigt sich, dass die
gesellschaftlichen Kämpfe um eine demokratische ökologische und
soziale Energieversorgung in der Mitte der Gesellschaft angekommen
sind und von einem breiten Spektrum getragen werden."
Michael Müller, Bundesvorsitzender NaturFreunde Deutschlands,
sagte: "Seit 1982 kämpfen die Umweltverbände für eine Energiewende.
Bis heute kam sie nicht zustande, noch keine Regierung hatte ein
Konzept, das Energiesparen, Effizienzrevolution und Erneuerbare
Energien zusammenbringt. Jetzt wurde erneut die Handbremse gezogen.
Der Krieg des fossilen Zeitalters gegen die Menschheit geht weiter."
Pressekontakt:
http://www.energiewende-demo.de
Jochen Stay, Sprecher von .ausgestrahlt
0170 - 935 87 59, stay@ausgestrahlt.de
Jens-Martin Rode, Attac AG Energie-Klima-Umwelt
0176 - 217 58 355, jens-martin.rode@posteo.de
Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand von Campact
0163 - 595 75 93, bautz@campact.de:
Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands
0176 - 620 15 902, hiksch@naturfreunde.de
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Datum: 30.11.2013 - 16:08 Uhr
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