Ulla Schmidt: „Keine Unikliniken in privater Trägerschaft.“
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Gesundheitsministerin diskutiert beim UNICUM Gesundheitsgipfel mit Studenten
Im von Redakteuren der Hochschulzeitschrift UNICUM moderierten Gespräch erteilte die Ministerin der privaten Finanzierung von Unikliniken eine klare Absage: „Ich bin gegen private Trägerschaften bei Unikliniken. Nicht aus platter Ideologie heraus, sondern weil ich glaube, dass die Verzahnung von Versorgung und Lehre sehr intensiv sein muss, sonst haben wir keine vernünftige Ausbildung mehr für junge Menschen.“
Angesichts medizinisch unterversorgter Gebiete in den neuen Bundesländern hält die Ministerin eine Initiative des Landes Sachsen für vorbildlich. Dort erhalten Medizinstudenten Stipendien, wenn sie sich nach ihrem Studium für einen bestimmten Zeitraum zur Arbeit in Regionen mit Ärztemangel verpflichten. „Hier wünsche ich mir viel mehr Engagement der Länder. Ich habe auch mit der Bundesärztekammer besprochen, ob sie nicht eine derartige Initiative starten will. Nur Jammern, dass keiner kommt, bringt uns nicht weiter.“ In diesem Zusammenhang betonte Schmidt, dass es in Deutschland keinen allgemeinen Ärztemangel gibt. „Das Hauptproblem ist nicht, dass wir nicht genügend Ärzte hätten. Wir haben regional ungleiche Verteilungen und den Arzt, dem häufig zuviel aufgebürdet wird.“ Als Beispiel nannte sie junge Assistenzärzte, die nach Röntgenbildern suchen müssten, statt sich ärztlichen Tätigkeiten zu widmen. Außerdem kritisiert sie fehlende Teamarbeit im Gesundheitswesen und mangelnde Betreuung der Studierenden: „Kooperation und Teamarbeit. Dieser Wunsch wird im deutschen Gesundheitswesen – wenn man länger eingebunden ist – völlig degradiert.“
Der Klage einer Studierenden der Pflegewissenschaften, ihr Studiengang sei in der Praxis zu wenig anerkannt, begegnete die Ministerin mit Blick auf die sich wandelnden Pflegeberufe verständnisvoll: „Ich gebe Ihnen Recht: Sie brauchen als „Testpiloten“ auch weiterhin ein dickes Fell.“
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Datum: 01.07.2009 - 13:39 Uhr
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Freigabedatum: 30.06.2009
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