BERLINER MORGENPOST: Das Image des soliden Partners / Leitartikel von Andreas Abel
ID: 995567
Regierungsfraktionen um den Haushalt für die kommenden beiden Jahre
gerungen und lange haben sie am Donnerstag mit der Opposition über
das Werk gestritten. Im Vordergrund dieses Etats steht der
Schuldenabbau. Zu sehr im Vordergrund, moniert die Opposition im
Berliner Abgeordnetenhaus. Folgerichtig kassierte sie dafür den
Vorwurf vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), die
gestiegenen Einnahmen Berlins mit vollen Händen ausgeben zu wollen
und nicht an die Zukunft zu denken. Dabei sind die Argumente der
Grünen, Linken und Piraten durchaus bedenkenswert. Wäre es in Zeiten
niedriger Zinsen nicht sinnvoll, mehr Geld zu investieren, zum
Beispiel in die Sanierung öffentlicher Gebäude? Wäre es nicht auch
ein Zukunftsprojekt, etwa den Schuldenberg der BVG abzubauen?
Doch es geht bei diesem Doppelhaushalt nicht nur um die Frage,
welcher Weg der ökonomisch vernünftigere ist. SPD und CDU senden mit
ihrem Beharren auf stabilen Finanzen und Schuldentilgung ein starkes
politisches Signal aus. Das wird in den anderen Bundesländern
registriert, wenn es um den Länderfinanzausgleich geht, und in
Bundesregierung und Bundestag, wenn der Hauptstadtvertrag neu
verhandelt wird. Zugleich kommt es bei jungen Menschen gut an, wenn
der Senat argumentiert, keine ungedeckten Schecks zu ihren Lasten
auszustellen. Die Regierung will als solider politischer Akteur
wahrgenommen werden, das ist insgesamt mit diesem Haushalt gelungen.
Bemerkenswert ist zudem, dass die Haushälter und Vorsitzenden der
SPD- und der CDU-Fraktion selbstbewusst ihren Einfluss vergrößert
haben. Dieser Etat trägt stark die Handschrift der Abgeordneten,
nicht nur die des Senats. Zum einen haben sie "Luft aus dem Haushalt
abgelassen", wie sie es nannten. Heißt im Klartext, die Senatoren
müssen auf lieb gewonnene undefinierte Finanzspielräume verzichten.
Zum anderen müssen sie gewünschte Projekte wie zusätzliche
Objektschützer oder auch das neue Stadtwerk aus ihren eigenen Etats
finanzieren.
Natürlich bleiben Fragen offen. Der Doppelhaushalt enthält einen
Rahmen für mögliche Landesbürgschaften in Höhe von sechs Milliarden
Euro. Wofür diese gewaltige Absicherung gebraucht werden könnte, ist
bislang noch Geheimnis des Senats. Und auch ein Personalkonzept für
die überalterte Verwaltung fehlt. Das ist leider kein
Zukunftsprojekt.
Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST
Telefon: 030/2591-73650
bmcvd@axelspringer.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.12.2013 - 19:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 995567
Anzahl Zeichen: 2792
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 151 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"BERLINER MORGENPOST: Das Image des soliden Partners / Leitartikel von Andreas Abel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BERLINER MORGENPOST (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
"Berliner Morgenpost": Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben ...
Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
Weitere Mitteilungen von BERLINER MORGENPOST
DER STANDARD-KOMMENTAR "Eine Koalition des Kleingeists" von Alexandra Föderl-Schmid ...
Dass kein großer Geist wehen würde, war schon erwartet worden: Aber was die beiden Wieder-Koalitionäre am Donnerstagnachmittag in einer knappen Viertelstunde als Ergebnis nach zehn Wochen Verhandlungen verkündeten, war noch weniger, als ohnehin schon vermutet wurde. Kanzler Werner Faymann (SPÖ)
LVZ: CSU: Neue Bundesregierung will zügig in die Gesetzesarbeit eintreten / Hasselfeldt: Bei der Energiewende "gibt es noch vieles zu konkretisieren" ...
Die neue Bundesregierung wird unmittelbar nach der Vereidigung des neuen Bundeskabinetts die Vereinbarungen zur Rente ab 63, die Mütterrente sowie das Gesetz zur Leiharbeit und gegen den Missbrauch von Werkverträgen auf den Weg bringen. Man werde damit eine besseren Regierungsstart hinlegen kön
WAZ: Behörden verschleppen Bürger-Anfragen ...
Behörden in Nordrhein-Westfalen verweigern Verbrauchern gesetzlich zugesicherte Informationen zu Lebensmittelproben, verschleppen Anträge auf Auskunft oder schrecken Bürger mit horrenden Gebührenandrohungen ab. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherorganisation Foodwatch nach einem Praxiste
Neue Presse Hannover: Exklusiv: Verbraucher in Niedersachsen sollen 80 000 Euro für Informationen über Fleischproben zahlen ...
Salmonellen im Hähnchenfleisch, Bakterien im Schweinemett oder gleich ein Kilo Gammelwurst in der Tiefkühltruhe - wer wissen will, wer das Zeug dem Bürger anbietet, muss erst einmal tief in die Tasche greifen. Diese Erfahrung machte jetzt die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, wie die h




