Neue OZ: Kommentar zu eRaeder
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Skepsis war durchaus angebracht, als im Frühjahr die größten
Buchhändler Deutschlands gemeinsam ihren ersten eReader Tolino
vorstellten. Zu lange hatte der deutsche Buchhandel eher halbherzig,
mehr ratlos als tatkräftig auf die eBook-Konkurrenz des
amerikanischen Internetriesen Amazon reagiert. Doch nun zeigt sich,
dass die Tolino-Allianz auf dem Weg ist, stattliche Marktanteile im
digitalen Geschäft zu erobern. Denn erstmals haben sie eine ernst zu
nehmende Alternative zu Amazons Kindle für unter hundert Euro in den
Handel gebracht. Dieser, wiederbelebte, Wettbewerb hat Vorteile für
den Verbraucher: Er hat, wie beim Kauf eines gedruckten Buchs, wieder
die Qual der Wahl. Das gilt nicht nur für die Entscheidung zwischen
verschiedenen Lesegeräten. Vor allem bedeutet es: Mit der Wahl eines
eReaders muss man sich gleichzeitig nicht zwingend technisch
exklusiv, wie im Fall des Kindle, an einen Buchhändler binden, um
eBooks zu erwerben. In der Tat könnte das offene Vertriebssystem der
Schlüssel für einen langfristigen Erfolg der Tolino-Allianz sein. Es
wird aber auch einiges davon abhängen, ob schnell Bedingungen
geschaffen werden können, die es mehr Buchhändlern ermöglichen, sich
ihr anzuschließen.
Elke Schröder
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Datum: 16.12.2013 - 22:00 Uhr
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