Taiwan ist im diesjährigen Bericht der USA zum Menschenhandel weiter in der Kategorie "Tier 1".
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Nach dem Bericht ist Taiwan Zielland und in weit geringerem Maß Ursprungs- und Transitort für Männer, Frauen und Kinder, die Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und der Ausbeutung der Arbeitskraft werden. Die meisten Opfer von Menschenhandel in Taiwan sind nach dem Bericht Migrationsarbeiter aus Vietnam, Thailand, Indonesien, Festlandchina, Kambodscha, den Philippinen, Bangladesch und Indien.
Der Bericht bestätigt, dass die Regierung Taiwans große Bemühungen unternimmt, Menschenhandel zu verhindern. So gibt es bereits 19 Zufluchtsstellen, wo Opfer von Menschenhandel u.a. ärztliche und rechtliche Hilfe, sowie Übersetzungshilfen bekommen. Es gibt ebenfalls eine 24Stunden bilinguale Hotline, die Betroffenen bei Beschwerden hilft, z.B. wenn es um Gehaltsstreitereien geht, die 2010 die US-$ 3 Mio. erreichten. Des Weiteren wurden Handbücher herausgegeben und TV, Radio und Zeitungsannoncen geschaltet, um die Öffentlichkeit auf dieses Problem aufmerksam zu machen.
Die 24Stunden Hotline, zusammen mit dem Airportservice – dem ersten weltweit – kamen bei dem „US State Department’s Office to Monitor and Combat Trafficking“ sehr gut an und soll als Vorbild für andere Länder dienen.
Ausländische Arbeitnehmer, ungeachtet ihrer Nationalität, genießen in Taiwan den gleichen Schutz wie Einheimische. Laut dem Arbeitsgesetz genießen alle Arbeitnehmer das Recht auf einen Minimallohn, Auszahlung der Überstunden, angemessene Arbeitsstunden und Urlaubstage. Arbeitgeber dürfen die Arbeitnehmer nicht dazu zwingen, ihnen den Ausweis, oder das Sparbuch auszuhändigen und das Gehalt muss komplett direkt an den Arbeitnehmer ausgezahlt werden.
Taiwans Regierung erfüllt nach dem Bericht die Mindeststandards für die Abschaffung des Menschenhandels voll. Taiwans Behörden setzten im Berichtszeitraum Ermittlungen gegen Täter und strafrechtliche Verfolgung fort, sowohl in den Bereichen Ausbeutung der Arbeitskraft als auch sexuelle Ausbeutung.
Taiwans Regierung hat außerdem ihre Bemühungen um starken Opferschutz fortgesetzt, zuständige Beamte fortgebildet und das öffentliche Bewusstsein für Menschenhandel gestärkt.
In dem Bericht wird unter anderem empfohlen, dass Taiwan den Schutz der Arbeiter auf alle Bereiche ausweitet, eingeschlossen der in Haushalten und in der Familienpflege Beschäftigten. Weitere Empfehlungen sind Stärkung von Fortbildung, Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und Ermittlung und strafrechtliche Verfolgung von Tätern.
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Datum: 04.07.2011 - 13:03 Uhr
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