Saarbrücker Zeitung: Bofinger lehnt Teilverstaatlichung von Banken ab - Verständnis für Herabstufung des Euro-Rettungsfonds
ID: 555841
verwundert über den Vorstoß des arbeitgebernahen Instituts der
deutschen Wirtschaft (IW) für eine Teilverstaatlichung von Banken
geäußert. "Ich hätte das eher von Sahra Wagenknecht erwartet", sagte
Bofinger der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch) in Anspielung auf
entsprechende Forderungen der Linkspartei.
"Wenn man Banken staatliches Eigenkapital aufzwingt, hat man
damit das Problem ihrer Zurückhaltung bei der Kreditvergabe nicht
gelöst", erläuterte Bofinger. Denn die Banken würden dann alles tun,
um das staatliche Kapital wieder loszuwerden. "Und das geht am
besten, indem sie ihr Kreditgeschäft zurück fahren", so Bofinger.
Zugleich stellte er sich hinter die jüngste Entscheidung der
US-Ratingagentur Standard & Poor`s, die dem Euro-Rettungsschirm die
Top-Bonität aberkannt hatte. Die Ratingagentur habe zwei zentrale
Schwachpunkte der Rettungsstrategie für den Euroraum aufgezeigt.
"Zum einen fehlt es an einem gemeinsamen Handeln, damit Problemländer
zu vernünftigen Zinsen an Geld kommen. Und zum anderen müssen auch
dem Sparen Grenzen gesetzt werden", sagte Bofinger.
Zumindest im aktuellen Fall sei das US-Rating kein Problem.
"Selbst wenn es eine unabhängige europäische Ratingagentur gäbe,
würde sie zu einem ähnlich kritischen Befund über die eindimensionale
Euro-Rettungsstrategie kommen wie Standard & Poor`s", meinte
Bofinger.
Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin
Telefon: 030/226 20 230
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.01.2012 - 04:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 555841
Anzahl Zeichen: 1720
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Saarbrücken
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 272 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Saarbrücker Zeitung: Bofinger lehnt Teilverstaatlichung von Banken ab - Verständnis für Herabstufung des Euro-Rettungsfonds"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Saarbrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zum Tag des Lokaljournalismus am Dienstag macht sich die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) für eine Journalismus-Förderung stark. Diese solle unabhängig von staatlicher Einflussnahme sein. Der "Saarbrücker Zeitung" sagte Rehlinger: "Guter Lokaljournalismus i
"Ärgernis" - Ex-ZDK-Präsidentin äußert Verständnis für Kramp-Karrenbauer und kritisiert Nachfolgerin ...
Ex-Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) erhält nach ihrem Austritt aus dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) wegen dessen Kritik an der Migrationspolitik der Union Rückendeckung von der früheren Chefin des katholischen Laienverbands. Die Saarländerin Rita Waschb
Ex-Bundesverfassungsrichter unterstützt Merz und nennt Fünf-Punkte-Plan "richtig" ...
Der frühere saarländische Ministerpräsident und ehemalige Bundesverfassungsrichter Peter Müller (CDU) hat das Vorgehen der Union bei der Abstimmung über die Migrations-Anträge im Bundestag verteidigt. Zugleich lobte er den Fünf-Punkte-Plan von CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, der unter and
Weitere Mitteilungen von Saarbrücker Zeitung
Mitteldeutsche Zeitung: Politik Sachsen-Anhalt: Urteil zu Beamten kann teuer werden - Gericht rügt Besoldung nach Alter ...
Ein Urteil des Verwaltungsgerichts Halle könnte die Bundesländer Milliarden Euro kosten, berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Die Richter hatten einem jüngeren Finanzbeamten Recht gegeben, der gegen die Besoldung nach Lebensalter geklagt und die höchs
Rheinische Post: Gutachter sollüppige Ministerpensionen in NRW klären ...
Im Streit um die Ministerpensionen in NRW hat Innenminister Ralf Jäger (SPD) einen Gutachter eingeschaltet. Wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" berichtet (Mittwochausgabe), soll der Verwaltungswissenschaftler Heinrich Amadeus Wolff von der Universität Frankfurt/Oder
Lausitzer Rundschau: Das Unwort "Döner-Mord" - Effekthascherei geht oft vor Nachdenklichkeit ...
Über Jahre mordete eine neonazistische Terrorgruppe im rassistischen Wahn Ausländer vornehmlich türkischer Herkunft. Der Fall braucht einen Namen. Es dauert nicht lange, da ist der Begriff "Döner-Mord" in der Welt. Am gestrigen Dienstag wurde er zum Unwort des Jahres gewählt. Ein g
Schwäbische Zeitung: Straßenbau: Einmal Gegner, immer Gegner - Leitartikel ...
Wer einmal ein Etikett erhalten hat, der bekommt es nicht mehr so schnell weg. Besonders zäh haftet es einem Politiker an, wenn er vom anderen Lager mit Genuss und ein ums andere Mal, ohne Aussicht auf Gehör, in eine Ecke gedrängt wird. Frag nach bei Winfried Hermann, Grüner, bekennender Fahrra




