Schwäbische Zeitung: Beleidigter Greis - Kommentar
ID: 576271
entehrt von Wolfgang Schäuble. Ein Schuldner muss seinen Gläubiger
nicht lieben, trotzdem hätte dem greisen Staatsoberhaupt mehr Demut
gut angestanden. Immerhin bewahren Deutschland und seine Verbündeten
in Nordeuropa Griechenland seit zwei Jahren vor dem Bankrott. Sie
selbst gehen beträchtliche Risiken ein und erhalten dafür - Hohn und
Hass. Demonstranten verbrennen in Athen Deutschlandfahnen, Beamte
sabotieren den Umbau des Staates, Politiker brechen systematisch
Versprechen. Nein, Schäuble ist kein Schandmaul, wenn er am
Sparwillen der Griechen zweifelt. Er untertreibt sogar.
Wie wütend wäre Papoulias wohl, wenn der Finanzminister wirklich
die Wahrheit sagte? Dass Athens Pleite unabwendbar ist, dass sich die
Elite den Staat zur Beute gemacht hat und dass die Verwaltung ebenso
pflichtvergessen wie einfältig agiert.
Papoulias macht sich in der Rolle des gekränkten stolzen Griechen
lächerlich. Gipfel für Gipfel führt die Kanzlerin vor, dass kühle
Diplomatie mehr bewirkt als gefühlsduselige Wutreden. Deshalb dürfen
die Deutschen auch nicht der Versuchung erliegen, eingeschnappt
zurückzukeilen - oder den Griechen gar die Unterstützung aufkündigen.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 07561-80 100
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.02.2012 - 21:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 576271
Anzahl Zeichen: 1519
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Leutkirch
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 237 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Beleidigter Greis - Kommentar"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Staatsanwaltschaft will gegen Christian Wulff ermitteln Unwürdiger Präsident THOMAS SEIM ...
Christian Wulff ist seit gestern Abend ein historischer Präsident. Zum ersten Mal in der Geschichte der Republik muss sich der Immunitätsausschuss des Bundestages mit der Frage beschäftigen, ob er die Immunität des Staatsoberhautes aufhebt. Allein das reicht nun eigentlich für einen Rückzug
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Energiewende ...
Das war knapp: Wir waren am 6. Februar dem großräumigen Stromausfall näher als je für möglich gehalten. Nichts passiert? Mitnichten! Die schnelle Energiewende wäre beinahe gescheitert, bevor sie richtig begonnen hat. Extrem tiefe Temperaturen und hohe Preise haben dem Strommarkt an diesen
Rheinische Post: Einstehen für die Angehörigen ...
Vom grundgesetzlich garantierten Schutz für Ehe und Familie profitiert der Staat auch selbst. In Notlagen stehen Eltern für ihre Kinder ein, Kinder für ihre Eltern und Verheiratete füreinander. Der Grundsatz, dass man für seine nächsten Angehörigen Verantwortung übernimmt, ist richtig. De
Mitteldeutsche Zeitung: zu Spielhallen ...
Das Suchtpotenzial von Spielautomaten darf nicht Teil des Geschäftskalküls sein. Auflagen wie Sperren für Süchtige schieben dem einen Riegel vor. Aber der Staat muss auch hier Unternehmertum Luft lassen. Auflagen dürfen nicht so aufwendig sein, dass der Betrieb unrentabel wird. Das wÃ




