Baumann/Lips: Soldaten in Auslandseinsätzen sollen künftig kostenlos telefonieren können
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umfassende Betreuungskommunikation der Soldaten im Einsatz in das
Plenum eingebracht. Dazu erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe
Petitionen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Günter Baumann und die
zuständige Berichterstatterin im Petitionsausschuss Patricia Lips:
"Anstoß zu diesem Antrag war eine Petition, die auf die schlechte
Qualität, den fehlenden Service sowie die hohen Preise für die
Telekommunikation hinwies.
Die große Mehrheit der Mitglieder im Petitionsausschuss hält eine
gute Kommunikation mit der Heimat für unerlässlich und hatte die
Petition zur Berücksichtigung an die Bundesregierung überwiesen und
sie aufgefordert, eine kostenlose Kommunikation per Telefon und
Internet zu ermöglichen.
Demnach sollen Soldaten in Auslandseinsätzen künftig kostenlos mit
der Heimat telefonieren können. Dies fordert der interfraktioneller
Antrag der CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis90/Die Grünen, der am
Donnerstag, den 22. März 2012 im Plenum des Deutschen Bundestages
verabschiedet wurde. Derzeit sind nur 30 Minuten pro Woche für die
Soldatinnen und Soldaten kostenfrei.
Außerdem wird mit diesem Antrag gefordert, dass Videotelefonie
auch in den Unterkünften der Soldaten in den Einsatzgebieten zur
Kommunikation mit der Familie und Verwandten genutzt werden kann. Die
Möglichkeit der Videotelefonie steht Soldaten bisher nur an
öffentlichen Plätzen zur Verfügung. Dies wird wegen mangelnder
Privatsphäre deshalb seltener genutzt. Die bisherige
Betreuungskommunikation in Auslandseinsätzen kostet knapp drei
Millionen Euro. Durch die vorgeschlagenen Verbesserungen wird dieser
Posten sicherlich steigen, jedoch sollte dies uns für unsere
Soldatinnen und Soldaten, die ihr Leben für Deutschland aufs Spiel
setzten, wert sein.
Das Bundesministerium der Verteidigung soll möglichst bis Ostern
erste Vorschläge zur Umsetzung vorlegen, damit bis zum Sommer das
Angebot der kostenfreien Telefonie umgesetzt werden kann."
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Datum: 23.03.2012 - 11:55 Uhr
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