Mitteldeutsche Zeitung: zu Schlecker

Mitteldeutsche Zeitung: zu Schlecker

ID: 607200
(ots) - Mit ihrem Veto zu einer Schlecker-Bürgschaft haben
sich die liberalen Wirtschaftsminister nicht gerade beliebt gemacht.
Dennoch war ihre Entscheidung richtig. Oder ist Schlecker etwa eine
systemrelevante Drogerie-Kette? Das Unternehmen hat sich im
Wettbewerb nicht bewährt. Wenn es aus eigener Kraft oder mit neuem
Investor nicht mehr auf die Beine kommt, muss es ausscheiden.
Jahrelang fiel der Drogerie-Konzern vor allem dadurch auf, dass er
die Mitarbeiter schlecht bezahlte und ausspionierte. Darunter litt
zunächst der Ruf und dann der Umsatz. Erhielte Schlecker für sein
Vorgehen jetzt noch staatliche Hilfe, würden die Wettbewerber
Rossmann und dm benachteiligt. Ein Gutachten im Auftrag des Landes
Baden-Württemberg zweifelt ohnehin an, dass Schlecker überhaupt
überlebensfähig ist. Am Ende hätte der Staat für die Bürgschaft
und die tausenden arbeitslosen Mitarbeiter aufkommen müssen.



Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200



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drucken  als PDF  NRZ: Liberaler Treppenwitz. Kommentar von Christian Icking Frankfurter Rundschau: Kommentar zum Scheitern der Schlecker-Auffanggesellschaft
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Datum: 29.03.2012 - 20:14 Uhr
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