Weser-Kurier:Über die "Alternative für Deutschland" schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 13. April 2013:
ID: 852349
sich möglicherweise ein neues Lieblingswort suchen müssen. Denn ihrem
"alternativlos" setzen ab Sonntag voraussichtlich rund 1500 Euro-und
EU-Skeptiker die "Alternative für Deutschland" entgegen. Jene sehen
sie im Ende der europäischen Gemeinschaftswährung und in der Rückgabe
der meisten EU-Kompetenzen an die Nationalstaaten. Mit diesen Themen
trifft die "Alternative" den Nerv vieler Deutscher: Nach Einschätzung
mehrerer Meinungsforschungsinstitute kann die neue Partei bei der
Bundestagswahl im September aus dem Stand heraus mit einem
zweistelligen Ergebnis rechnen. Eine Überraschung wäre das nicht: Die
sich verteuernde Rettung Zyperns nach dem Beinahe-Staatsbankrott, die
weiter schwärende Krise in Griechenland, Portugal und Spanien, die
Staatskrise in Italien - all das ist keine Werbung für die Idee vom
gemeinsamen Europa. Und noch etwas macht die neue Partei für viele
zur richtigen Alternative: Konservative, die in der pragmatisch
liberalisierten CDU Angela Merkels keine politische Heimat mehr
fühlen, treffen hier auf altgediente Ex-Christdemokraten wie den
früheren hessischen Staatskanzlei-Chef Alexander Gauland. Obendrein
schickt sich mit dem Berliner Ökonomie-Professor Bernd Lucke ein
ausgewiesener Wirtschaftsfachmann an, morgen den Vorsitz zu
übernehmen. Solches Spitzenpersonal erscheint geradezu wie eine
Garantie dafür, dass sich die neue Kraft in der Parteienlandschaft
nicht genauso chaotisch zerfleddert wie die einst hochgelobten
Piraten. Deshalb muss die CDU im September nicht so sehr die SPD und
deren angeschlagenen Spitzenkandidaten Peer Steinbrück fürchten - die
größte Gefahr geht von der "Alternative" aus: Sie könnte der Union
genau jene Stimmen abjagen, die sie zur Fortsetzung der
schwarz-gelben Koalition braucht. Doch es ist unwahrscheinlich, dass
die "Alternative für Deutschland" auf Dauer erfolgreich bleibt: Die
Euro- und EU-Krise wird auch dank der bereits eingeleiteten Reformen
eines Tages zu Ende sein, und Deutschland wird wieder erkennbarer vom
gemeinsamen Europa profitieren. Dann schwindet auch das
Protestpotenzial und damit die Kraft der neuen Partei.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.04.2013 - 20:37 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 852349
Anzahl Zeichen: 2568
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 199 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier:Über die "Alternative für Deutschland" schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 13. April 2013:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Weser-Kurier: Zur Einigung beim Hochschulpakt schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 13. April 2013: ...
Die Hörsäle platzen mit 2,5 Millionen Studenten aus allen Nähten. Dank Turbo-Abi und Aussetzung der Wehrpflicht sind die Akademiker in spe in zwölf Jahren an die Hochschulen gesprintet. Und dort wird es jetzt eng: im Seminarraum, in der Mensa, in der Bibliothek. Und das zu einer Zeit, zu der
DER STANDARD - Kommentar "Kultur ist billiger als Unkultur" von Alexandra Föderl-Schmid ...
Für ein Musiktheater fast 178 Millionen Euro auszugeben ist in Zeiten wie diesen keine Selbstverständlichkeit. Und auch nicht, bei einem Bau die Kosten einzuhalten - bei der Hamburger Elbphilharmonie explodierten sie von geplanten 77 auf derzeit 575 Millionen. Auch wenn für Feuerwehrdepots und Fu
WAZ: Peinliche Abi-Panne. Kommentar von Gregor Boldt ...
Es ist für alle das erste Mal. Für Schüler, Lehrer und das Schulministerium. Der erste doppelte Abiturjahrgang stellt die Beteiligten vor hohe Herausforderungen. 130000 Jungen und Mädchen schreiben an insgesamt 827 Schulen im Land gleichzeitig an ihrer Hochschulreife. Dass hier Fehler passier
WAZ: Ohrfeige für das Münchner Gericht. Kommentar von Walter Bau ...
Nun hat die Vernunft doch noch gewonnen: Journalisten ausländischer Medien müssen bei der Sitzplatzvergabe im NSU-Prozess angemessen berücksichtigt werden. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist eine schallende Ohrfeige für die Verantwortlichen beim Oberlandesgericht in München.




