Badische Neueste Nachrichten: Gipfel-Stürmer
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Cameron kann mit einigem Grund behaupten, die G-8-Runde nach teils
heißen Debatten zu einem akzeptablen Kompromiss geführt zu haben. Das
gilt vor allem für die schwierige Syrien-Frage. Für den
optimistischen Gastgeber des Treffens ist damit das Glas halb voll.
Für seine Kritiker ist es bestenfalls halb leer, solange die Partner
Russland weiter erlauben, an Diktator Assad festzuhalten. Der Streit
um die möglichen Waffenlieferungen an die Rebellen in Syrien blieb
gestern im Raum stehen. Der Zeitplan für die Friedensgespräche wurde
nicht geklärt. Mehr Entgegenkommen war jedoch wohl für die Staats-
und Regierungschefs in Nordirland nicht möglich. Deren
außenpolitische Abschlussvereinbarung ist eine typische
Gipfel-Lösung, gestrickt mit heißer Nadel. Vieles wird jetzt vom
guten Willen Moskaus und Washingtons abhängen, weiter auf ein
gemeinsames Ziel hinzuarbeiten. Beim Gipfel konnten letztlich alle
Hauptakteure das Gesicht wahren. Cameron, der "zugehört und geführt"
hat. Angela Merkel, die ihre zentrale Forderung nach einer
Einbeziehung Russlands in die Syrien-Lösung in der gemeinsamen
Forderung nach einer Friedenskonferenz verankert sieht. Barack Obama,
der von der verhängnisvollen Rhetorik um "rote Linien" abrücken kann.
Und auch Wladimir Putin, der Assads Regime zu Gesprächen mit offenem
Ausgang drängen will.
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Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
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Datum: 18.06.2013 - 22:50 Uhr
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