Mitteldeutsche Zeitung: Bullerjahn zu Länderfinanzausgleich
ID: 1007110
berichtet in ihrer Montagausgabe über Vorschläge von Finanzminister
Jens Bullerjahn zum Länderfinanzausgleich
Bullerjahns Plan für mehr Millionen
Magdeburg/MZ - Vor dem Hintergrund der Finanzschwäche der
ostdeutschen Bundesländer hat Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens
Bullerjahn (SPD) eine Neuregelung des Länderfinanzausgleichs
gefordert. Kern seines Vorschlags sind eine stärkere Berücksichtigung
der Steuerschwäche der ostdeutschen Kommunen und der Folgen des
Einwohnerrückgangs. Das sagte Bullerjahn in einem Interview der in
Halle erscheinenden Mitteldeutsche Zeitung (Montagausgabe). Die von
Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) angeregte, komplette
Befreiung der ärmeren Länder von ihren Altschulden lehnte Bullerjahn
hingegen MZ ab. Auf Grund des Bevölkerungsrückgangs verliert
Sachsen-Anhalt nach Angaben Bullerjahns 50 bis 60 Millionen Euro an
Steuern im Jahr, während etwa Bayern infolge der Zuwanderung
gewinne. Bullerjahn schwebt vor, die Verluste zu lindern, indem die
höchste Bevölkerungszahl der vergangenen fünf Jahre als
Berechnungsgrundlage genommen wird. Erschwert werde die Situation
zusätzlich dadurch, dass Sachsen-Anhalts Kommunen ohnehin unter einem
deutlich geringeren Steueraufkommen als westdeutsche Gemeinden
leiden. Dies würde aber beim Länderfinanzausgleich nicht
berücksichtigt - im Gegenteil, so Bullerjahn: "Die Steuerkraft
unserer Kommunen geht aber nur zu 64 Prozent in die Berechnung ein,
das ist willkürlich festgelegt worden." Bullerjahn plädiert daher
dafür, dass 100 Prozent der kommunalen Steuerkraft in die Berechnung
eingeht, um die tatsächliche Steuerschwäche auszugleichen. Wäre dies
der Fall, würde Sachsen-Anhalt laut Bullerjahn aus dem
Finanzausgleich und Sonderbedarfszuweisen des Bundes mehr als 300
Millionen Euro jährlich mehr als bislang bekommen.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.01.2014 - 02:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1007110
Anzahl Zeichen: 2216
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Halle
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 238 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mitteldeutsche Zeitung: Bullerjahn zu Länderfinanzausgleich"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mitteldeutsche Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Amtsgericht Halle in Sachsen-Anhalt rollt einen ungewöhnlichen Kriminalfall auf, in dem es um 105 Bombendrohungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geht. Die Staatsanwaltschaft Halle hat einen 16-jährigen Jugendlichen wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von
Anschlag von Magdeburg: Versicherung zahlt Millionen an Opfer ...
Anderthalb Jahre nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt gibt es erstmals eine finanzielle Bilanz zu den körperlichen Schäden der Opfer. Die Zahlen stammen von der R+V-Versicherung, die den vom Attentäter Taleb A. als Waffe missbrauchten Mietwagen versichert hatte. Wie die in Halle
Anwalt von Weihnachtsmarkt-Opfern rechnet mit Millionenklagen gegen Stadt Magdeburg ...
Mögliche Fehler und Versäumnisse beim Schutz des Magdeburger Weihnachtsmarktes könnten die Stadt Magdeburg finanziell teuer zu stehen kommen. Der Magdeburger Rechtsanwalt Thomas Klaus, der rund 100 Opfer des Anschlags vom Dezember 2024 vertritt, rechnet mit Schadensersatzklagen gegen die Kommune.
Weitere Mitteilungen von Mitteldeutsche Zeitung
Saarbrücker Zeitung: Bosbach sieht Ermittlungsverfahren wegen Merkel-Handy mit Skepsis - Verantwortliche kaum zu belangen ...
Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach ist skeptisch über ein mögliches Ermittlungsverfahrens wegen des vom US-Geheimdienst NSA ausspionierten Handys von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Gegenüber der "Saarbrücker Zeitung" (Montag-Ausgabe) erklärte Bosbach, zwar wäre dies "ein
Rheinische Post: Arbeitgeberpräsident: Rentenpaket gefährdet Wachstum und Jobs ...
Die Arbeitgeberverbände haben ihre Kritik am geplanten Rentenpaket der großen Koalition verschärft. "Es ist falsch, die mühsamen Reformanstrengungen der vergangenen Jahre zur Stabilisierung des Rentensystems und zur fairen Lastenverteilung des demografischen Wandels leichtfertig zu vers
Rheinische Post: Bund und Länder planen Gratisparkplätze für E-Autos ...
Bund und Länder wollen die Nutzung von Elektroautos durch die Einführung von Gratisparkplätzen für solche Fahrzeuge ankurbeln. Das Bundeskabinett hat eine entsprechende Bundesratsinitiative der Länder Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Baden-Württemberg grundsätzlich begrüßt, berichtet di
Rheinische Post: NRW-Verkehrsminister will Lkw-Fahrten verteuern ...
NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) fordert eine Ausweitung der Lkw-Maut. "Wir müssen die Lkw-Maut auf eine breitere Basis stellen", sagte Groschek im Interview mit der "Rheinischen Post" (Montagausgabe). "Lkw sollten nicht nur für die Nutzung von ausgewählte




