Greenpeace: Burberry will giftfrei produzieren // Die britische Luxusmarke reagiert auföffentlichen Druck
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Jahr 2020 komplett auf den Gebrauch gefährlicher Chemikalien in der
gesamten Produktionskette verzichten. Als Reaktion auf die
Greenpeace-Kampagne Detox und weltweite Verbraucherproteste
veröffentlichte die britische Luxusmarke heute eine entsprechende
Erklärung. "Mit der Detox-Verpflichtung zeigt die britische Marke
wahre Führungsqualität im Luxussektor. Nun liegt es bei Burberry, die
Verpflichtung auch umzusetzen. Burberry muss Daten über Lieferketten
und Abwasser veröffentlichen und die gefährlichen Chemikalien
verbannen," sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace.
Burberry hat eingewilligt, zunächst die Bekleidung zu entgiften,
danach sollen bis zum Jahr 2020 alle weiteren Produkte der Marke
folgen. Außerdem sollen bereits bis Juni 2014 die Abwasserdaten der
Zulieferer - mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien -
offengelegt werden. Bis Juli 2016 will Burberry alle per- und
polyfluorierten Chemikalien aus seiner Lieferkette eliminiert haben.
Greenpeace macht Druck - Burberry reagiert
Der Entscheidung von Burberry war wochenlanger öffentlicher Druck
von Greenpeace und Zehntausenden Unterstützern vorausgegangen. In
Europa und Asien protestierten Greenpeace-Aktivisten vor den
Burberry-Läden. Auf Facebook, Twitter und Instagram erreicht Burberry
ein Millionenpublikum - und wurde dort von kritischen Konsumenten
tausendfach dazu aufgefordert, seine Kleidung zu entgiften.
Zudem hatte Greenpeace mit einem Kinderkleidungstest im Januar
auch Burberry kritisiert. In Produkten zwölf verschiedener Marken von
Burberry über Adidas bis Primark wurden gefährliche Chemikalien
gefunden, darunter hochgiftige, hormonell wirksame oder
krebserregende Substanzen. Ein Shirt von Burberry war stark mit
hormonell schädlichem Nonylphenol belastet, ein Kinderbadeanzug
enthielt per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC). Einige PFC können
das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu
Schilddrüsenerkrankungen führen. Viele dieser Chemikalien lassen sich
bereits in der Umwelt rund um den Globus nachweisen, nachdem sie
jahrelang weltweit in Flüsse, Seen und Meere eingeleitet wurden -
sowohl am Ort der Produktion als auch durch die Verbraucher beim
Waschen.
"Der Schritt von Burberry ist ein Durchbruch im Luxussektor und
setzt neue Maßstäbe für die Mitbewerber. Marken wie Gucci, Versace
und Louis Vuitton müssen aufpassen, dass sie nicht abgehängt werden.
Egal, ob günstige Mode oder High Fashion, jeder hat das Recht auf
Kleidung ohne gefährliche Chemikalien. Die Marken sind dafür
verantwortlich, dies zu garantieren," sagt Santen.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Manfred Santen, Tel.
0151- 18053387, oder Pressesprecherin Carolin Wahnbaeck, Tel.
0171-8781196. Der Kinderkleidungstest im Internet:
http://gpurl.de/kleinemonster. Die Detox-Verpflichtung von Burberry:
http://www.burberryplc.com/documents/corporate_responsibility/burberr
y-commitment-on-chemical-management-in-manufacturing.pdf.
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Datum: 28.01.2014 - 22:00 Uhr
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