Westfalen-Blatt: zur Anschaffung von Taschenrechnern an Schulen
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Oberstufenschüler technisch veraltet oder auf neuem Stand gewesen
wären, spielt in der Diskussion eine nachrangige Rolle. Das
Schulministerium hat die Zwangsanschaffung bestimmter Geräte gekippt
- und überlässt den Schulen nun die Entscheidung, welche Rechner mit
welcher Software benutzt werden. Zuvor hatten Eltern (wegen der
Kosten) und Experten (wegen der Technik) gegen den verpflichtenden
Kauf bestimmter Geräte protestiert. Dem Schulministerium kommt es
darauf an, dass in Prüfungen nicht getäuscht werden kann und die
Anschaffung der passenden Technik für alle Eltern »ohne
Diskriminierung« finanzierbar ist. Das ist an sich kein schlechter
Gedanke. Wenn alle Schüler mit dem gleichen Gerät arbeiten, hat
niemand ein besseres oder schöneres oder schnelleres. Können alle
Schulen einheitliche interne Lösungen finden? Oder werden manche
Schüler über bessere Rechner verfügen als andere Schüler? Das Land
hätte hier entscheiden können. Dazu fehlt nach den lautstarken
Protesten wohl der Mut. Oder anders ausgedrückt: Das Land kneift.
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Andreas Kolesch
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Datum: 09.04.2014 - 20:30 Uhr
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