Mitteldeutsche Zeitung: Kommentar zu Algerien
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Fassadendemokratie zu sein. Die Bestätigung des schwer kranken und
altersschwachen Staatspräsidenten Abdelaziz Bouteflika, der seit 1999
im Amt ist, scheint dieses Bild zu bestätigen. Die Opposition spricht
von einer Wahlfarce. Die aktuellen Nachrichten scheinen das zu
bestätigen Die Betrugsvorwürfe sind umso bedenklicher als Algerien
für Europa ein wichtiger Partner ist. Das flächenmäßig umfassendste
Land Afrikas - es ist sieben Mal größer als Deutschland - ist ein
bedeutender Gaslieferant für die EU. Vor allem wegen dieser
strategischen Bedeutung Algeriens schauen westliche Diplomaten
großzügig über Demokratiedefizite hinweg. Lieber ein autoritärer
Staat als noch ein arabischer Frühling mit ungewissem Ausgang.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 18.04.2014 - 18:31 Uhr
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