Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur kalten Progression: Geht noch was? Von Reinhard Zweigler
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Gans so zu rupfen, dass man möglichst viele Federn bei wenig Geschrei
erhalte, notierte einst Jean Baptiste Colbert. Die heutige "kalte
Progression" hat der Finanzminister von Ludwig XIV. nicht gekannt.
Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Abkassiererei des Fiskus. Der
Staat profitiert völlig ungeniert davon, dass Lohnerhöhungen bei
entsprechend hoher Inflation durch höhere Steuersätze wieder
aufgefressen werden. Die kalte Hand des Fiskus nimmt auf diese Weise,
in einer Art Mitnahmeeffekt, mehrere Milliarden Euro im Jahr mehr
ein. Das Problem ist zwar schon lange bekannt, doch wirksam dagegen
angehen will auch die schwarz-rote Koalition offenbar nicht. Was
bislang in Berlin zu hören war, waren lediglich wohlfeile
Absichtserklärungen. Wenigstens etwas Hoffnung macht nun, dass die
SPD nicht mehr partout an der Steuerschraube drehen will, um die
Abschaffung der Progression zu bezahlen. Da geht hoffentlich noch
was.
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Datum: 28.04.2014 - 22:45 Uhr
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