Rheinische Post: Endlich werden die VRR-Tarife verständlich
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Kompliziert, teuer, unzuverlässig. Der Fahrscheinkauf für die
Busse und Bahnen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erfordert Geduld. Mal
streikt der Fahrkartenautomat, mal liegen die Nerven blank:
Vier-Zonen-Ticket? Tageskarte? Ticket 2000? Mit oder ohne
Zusatzkarte? Es kann nur besser werden. Und es wird besser. Mit dem
neuen Kilometer-Tarif-Modell, das der VRR im kommenden Jahr einführen
will, hat er sich für die einfachste aller Tarifvarianten
entschieden: Bezahlt wird für die tatsächlich zurückgelegte
Entfernung. Das versteht jeder. Schon deshalb ist der neue Tarif
fairer als der bisherige, bei dem die Anzahl der durchquerten Zonen
bezahlt wird. Diesen Zonen-Tarif hat noch nie jemand verstanden. Die
meisten Fahrgäste verwechseln die eingezeichneten Zonen auf den
ohnehin schon wirren Streckennetzplänen des VRR wahrscheinlich mit
Graffiti. Aber was dieses Zonen-Konstrukt mit dem Fahrpreis zu tun
hat, will kaum jemand wissen. Trotzdem tut der VRR gut daran, das
neue Tarifsystem als zusätzliches Angebot einzuführen. So können die
Fahrgäste selbst entscheiden, mit welchem Tarif sie fahren wollen.
Und der VRR vermeidet den Vorwurf einer versteckten Preiserhöhung.
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Datum: 12.05.2014 - 21:13 Uhr
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