Südwest Presse: Kommentar zur AUSBILDUNG
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Schlagwort wenig greifbar anhört, bekommen nach den Schulen jetzt die
Betriebe zu spüren: Sie finden nicht mehr genug Lehrlinge. 2013
wurden so wenige Ausbildungsverträge abgeschlossen wie noch nie. Das
liegt weniger an der Bereitschaft der Wirtschaft, sich zu engagieren.
Gerade kleinere Unternehmen suchen oft händeringend Nachwuchs, finden
aber keinen. Die duale Ausbildung wird als Erfolgsrezept gepriesen,
das derzeit in viele Euro-Krisenländer und weit darüber hinaus
exportiert wird. Sie ist ein zentraler Grund für die vergleichsweise
geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland. Doch sie gerät
zweifach in die Zwickmühle: Es gibt immer weniger junge Leute, und
die entscheiden sich auch noch häufiger für ein Studium. Handwerk,
Industrie und Dienstleister haben ein Imageproblem. Gerade das
Handwerk ist in den letzten Jahren mit spektakulären Werbekampagnen
den richtigen Weg gegangen, um sich in einem positiven Licht
darzustellen. Doch das allein reicht offensichtlich nicht. Dabei
macht ein Studium nicht unbedingt glücklich, wie die hohen
Abbrecherquoten zeigen. Hier ist ein Potenzial, das die Betriebe
stärker heben müssen. Das zweite sind die vielen Jungen, die ohne
oder mit einem schwachen Zeugnis von der Schule abgehen und daher als
nicht ausbildungsfähig gelten. Das zu ändern ist schwer und doch
viele Mühen wert.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
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Datum: 21.05.2014 - 19:41 Uhr
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