Weser-Kurier: Kommentar von Alexander Pitz zum Jugendschutz im Internet
ID: 1069293
Fan-Bekundung, Selbstporträts aus dem Gleisbett - gefährliche
Jugendtrends breiten sich im Zeitalter von Web 2.0 rasanter aus als
je zuvor. Der Jugendschutz im Internet dümpelt dagegen vor sich hin.
Schuld daran sind allzu zaghafte Netz-Lobbyisten und der deutsche
Föderalismus. Anders als bei den sogenannten Trägermedien wie CDs
oder DVDs, die dem Jugendschutzgesetz unterworfen sind, gilt für das
Internet der völlig veraltete Jugendmedienschutzstaatsvertrag der
Bundesländer. Der stammt aus dem Jahr 2003 und wird den technischen
Möglichkeiten der sozialen Netzwerke schon lange nicht mehr gerecht.
Doch notorische Bedenkenträger aus der Netzgemeinde, die hinter jedem
Vorstoß einen Anschlag auf die Meinungsfreiheit vermuten, haben
bislang jede Reform verhindert. Zuletzt knickte 2010
Nordrhein-Westfalen ein und machte damit eine Einigung auf einen
neuen Staatsvertrag unmöglich. Nun wagen die Bundesländer unter der
Federführung von Rheinland-Pfalz und Sachsen einen neuen Vorstoß, dem
allerdings ein ähnliches Schicksal droht. Ein weiterer Misserfolg
wäre aber fatal. Denn Totalverweigerung führt faktisch zur
Kapitulation des gesetzlichen Jugendschutzes im Netz.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.06.2014 - 21:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1069293
Anzahl Zeichen: 1519
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 206 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Kommentar von Alexander Pitz zum Jugendschutz im Internet"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Verfassungsschutzbericht/Islamisten ...
In den Verfassungsschutzberichten, die in diesen Tagen in verschiedenen Bundesländern vorgelegt werden, spielt ein Thema eine zunehmend große Rolle: gewaltbereite Islamisten. Ihre Zahl wächst ebenso wie die Zahl derer, die in den syrischen Bürgerkrieg ziehen. Um die Gefahr zu bannen, die hiera
Westfalenpost: Gründlichkeit geht vor / Kommentar von Wilfried Goebels zur Zukunft der Förderschulen in NRW ...
Der Rechtsanspruch auf Inklusion wird zur größten Herausforderung der Schulen. Bei der Umsetzung des gemeinsamen Lernens von behinderten und nicht behinderten Kindern muss der Grundsatz gelten: Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Bisher aber sind Schulen schlecht vorbereitet, Lehrer nur in Crash
Westfalenpost: Sektlaune an der Börse - Katerstimmung bei den Kunden / Kommentar von Stefan Pohl zur Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank ...
Wenn einmal danach gefragt werden sollte, wer denn am meisten zur Rettung des Euros beigetragen hat, dann sind die deutschen Sparer kein schlechter Tipp. Sie tun es unfreiwillig, so ist zu vermuten. Durch die extrem niedrigen Guthabenzinsen schmilzt der Wert ihrer Konten dahin. Wer in eine der b
Allg. Zeitung Mainz: Großer Wurf / Kommentar zur Sportlotterie ...
Fast eineinhalb Jahre hat Robert Harting für die Sportlotterie gekämpft, jetzt ist dem Diskuswurf-Olympiasieger der wohl größte Wurf seiner Karriere gelungen. Denn die neue Soziallotterie hat das Potenzial, den Spitzensport in Deutschland in neue Dimensionen vorstoßen zu lassen. Oder besser




