Lausitzer Rundschau: Das untaugliche Objekt
Zeitplan für Diäten-Erhöhung wackelt - Gauck prüft noch
ID: 1077788
Bundestagsabgeordneten ist ein untaugliches Objekt für den
Bundespräsidenten, um sich politisch zu profilieren. Dass Joachim
Gauck die Ausfertigung trotzdem verzögert, offenbar über den
geplanten Termin der ersten Anhebung der Diäten am 1. Juli hinaus,
verwundert. Der Bundespräsident ist nicht das
Bundesverfassungsgericht. Er hat Gesetze lediglich darauf hin zu
prüfen, ob sie nach den Vorschriften des Grundgesetzes zustande
gekommen sind, nicht inhaltlich. Er ist nur der Vorfilter für
offensichtliche Missbräuche, nicht der Oberrichter. Außerdem muss man
darauf hinweisen, dass die im Bundespräsidialamt für am schwierigsten
gehaltene Regelung, wonach sich künftige Diätenerhöhungen am
allgemeinen Lohnindex orientieren sollen, der Empfehlung einer
Expertenkommission folgt, die Edzard Schmidt-Jortzig geleitet hat,
immerhin ein ehemaliger Bundesjustizminister. Die rechtlichen
Bedenken können daher nur sehr feinsinniger Natur sein. Der Einwand,
der Bundestag dürfe diese Frage nicht an einen Automatismus abgeben,
sticht nur teilweise. Denn er behält die Hoheit über das Verfahren,
indem er es laut dem Gesetz immer wieder zu Beginn einer
Legislaturperiode bestätigen muss. Auch bei der absoluten Höhe der
Diät, der Orientierung an der Besoldung oberster Richter, folgt der
Bundestag dem Vorschlag der Kommission. Dass dafür zunächst kräftige
Erhöhungsschritte notwendig sind, macht es leicht, die Idee jetzt zu
verunglimpfen. Das Gesetz ist aber ganz im Gegenteil der Versuch, die
Bezahlung der Volksvertreter endlich nach objektiven Maßstäben und
Verfahren zu gestalten und dem Vorwurf der Selbstbedienung zu
begegnen. Joachim Gauck sollte diesen Versuch unterstützen anstatt
ihn zu behindern.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.06.2014 - 20:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1077788
Anzahl Zeichen: 2094
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 286 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Das untaugliche Objekt
Zeitplan für Diäten-Erhöhung wackelt - Gauck prüft noch"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Lausitzer Rundschau: Kunst trifft Wirklichkeit Zur Premiere der Freiheitsoper "Fidelio" im Zuchthaus Cottbus ...
Es war ein ungeheurer Kraftakt für mehr als 300 Mitwirkende, ein außergewöhnliches Theatererlebnis für 1000 Besucher aus nah und fern - und zugleich ein Befreiungsakt für Menschen, die wegen ihrer Gesinnung einst hinter diesen Mauern eingesperrt waren: Am späten Samstagsabend wurde in eine
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Tabakwerbung ...
Rauchen ist ungesund. Und teuer. Es tötet jährlich hunderttausende Menschen in der Europäischen Union und belastet das Gesundheitssystem mit Milliarden Euro zusätzlich. Aber sollte der Staat deshalb eingreifen, mehr reglementieren, Tabakwerbung komplett verbieten? Nein. Er sollte darauf setz
Weser-Kurier: Zur Stromtrasse Suedlink schreibt Michael Lambek: ...
Kreise wie Verden und Rotenburg gehören im Spiel "Wer entkommt der Trasse?" noch zu den glücklichen. Denn sie haben eine Chance, die ungeliebten Überlandleitungen zu vermeiden, obwohl die ursprüngliche Planung sie als Überspannungsgebiet vorgesehen hat. Es gibt offenbar im nördlic
Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Gauck/Diäten ...
Der Bundespräsident lässt prüfen. Schon das lässt aufhorchen. Lässt einer nicht erst dann prüfen, wenn er Zweifel hat? Wenn ihn das Vorliegende nicht überzeugt? Wenn er es gar für falsch hält, was da auf dem Papier steht, das er mit seiner Unterschrift billigen soll? Joachim Gauck lässt




