Weser-Kurier: Kommentar von Silke Loodenüber das Oldenburger Urteil zur Ems-Vertiefung
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der Meyer-Werft hat das Oldenburger Verwaltungsgericht ein klares
Urteil gesprochen. Auch das nächste, noch größere schwimmende Hotel
darf über die Ems von Papenburg in die Nordsee geschleppt werden. Die
Ausnahmegenehmigung für das Aufstauen des Flusses zu Lasten der Natur
ist rechtens. Damit steht der Überführung der "Quantum of the Seas"
nur noch ein mögliches Berufungsverfahren vor dem
Oberverwaltungsgericht in Lüneburg entgegen. Aller Voraussetzung nach
aber werden die Naturschützer die Überführung geschehen lassen. Das
macht Sinn. Denn erstens muss der so gut wie fertig gestellte
Luxusliner der neuen Generation heraus aus dem Dock, und zweitens
können die Umweltorganisationen nur einen Masterplan zur Rettung des
Flusses erreichen, wenn sie die im September anstehende Auslieferung
des Kreuzfahrers nicht ausbremsen. Ob der Plan aufgeht, hängt nicht
zuletzt am Land Niedersachsen. Wer immer neue Ausnahmen für den Bau
von immer größeren Kreuzfahrtschiffen im Binnenland genehmigt, muss
sich nicht wundern, wenn der Ems die Luft ausgeht. Natürlich sind
mehr als 3000 Jobs bei Meyer ein Argument. Inzwischen aber geht es um
die Rettung eines Lebensraumes - auch für die Werftarbeiter.
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Datum: 30.06.2014 - 21:20 Uhr
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