WAZ: Rezepte für die Provinz gesucht. Kommentar von Stephan Hermsen
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Globalisierung: Städte und Dörfer jenseits der Ballungsräume haben es
zunehmend schwerer, als attraktiv für junge Ärzte wahrgenommen zu
werden. Das hat mehrere Ursachen. Die erste: Allgemeinmedizin gilt
als öde, Fachärzte haben mehr Prestige, werden oft besser bezahlt.
Erst vor Kurzem haben die Universitäten angefangen, Lehrstühle für
Allgemeinmediziner einzurichten. Die zweite Ursache: Während des
Studiums haben viele Mediziner das Großstadtleben lieben gelernt.
Aufs Land zu ziehen, kommt für viele nicht infrage. Weil
Verkehrsanbindung, Kulturangebot und attraktive Schulen vermeintlich
oder tatsächlich fehlen. Der dritte Grund: Heute geht nicht mehr der
Herr Doktor aufs Land, heute sind fast zwei Drittel der
Medizinstudierenden Frauen. Sie wollen oft Partnerschaft, Familie und
Beruf unter einen Hut bringen und nicht rund um die Uhr Landärztin
sein. Auch das könnte ein Grund dafür sein, dass das Prämienmodell
des Landes bisher nur sehr begrenzt Wirkung zeigt.
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Datum: 04.07.2014 - 19:23 Uhr
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