Mitteldeutsche Zeitung: Politik/Zeitgeschichte
DDR setzte Zwangsarbeiter systematisch in der Chemieindustrie ein
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Häftlinge im mitteldeutschen Chemiedreieck eingesetzt, so im
damaligen Chemiekombinat Bitterfeld und in Buna. Das geht nach einem
Bericht der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung
(Montagausgabe) aus einer Studie über Zwangsarbeit in der DDR hervor.
Nach den Recherchen der Wissenschaftler Christian Sachse und Justus
Vesting mussten die Strafgefangenen, sowohl gewöhnliche Kriminelle
als auch politische Häftlinge, ohne Vorbereitung und Ausbildung in
der chemischen Industrie die gesundheitsgefährdendsten Arbeiten
verrichten. Sie seien dabei hochgiftigen Quecksilberdämpfen und
Chlorgasen sowie ätzenden Laugen ausgesetzt gewesen, sagte der
Historiker Vesting der Zeitung. Die Gefangenen seien dort eingesetzt
worden, wo andere Beschäftigte nicht mehr hätten arbeiten wollen. "In
vielen Industriebereichen waren schlechte Arbeitsbedingungen eine
Begleiterscheinung. In der Chemie waren sie ein Grund, Häftlinge
einzusetzen", sagte Vesting dem Blatt weiter. Das sei ein Skandal.
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Hartmut Augustin
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Datum: 07.07.2014 - 02:00 Uhr
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