WAZ: Gute Freunde sind nicht alles. Kommentar von Hanna Gersmann
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Das stimmt, doch die Zeiten ändern sich. Die Pflege-Auszeit für
Freunde und Nachbarn, die die SPD fordert, knüpft an die neuen
gesellschaftlichen Realitäten an. Kinder und Eltern leben seltener
als früher in einem Haushalt. Familie ist nicht mehr alles in dieser
Gesellschaft, in der bald jeder Dritte über 60 ist. Darum ist es
richtig, ein System jenseits der familiären Bindungen aufzubauen.
Nur: Wer schon mal Angehörige gepflegt hat, weiß, wie kräftezehrend
das ist. Das geht weit darüber hinaus, Zuspruch zu leisten oder
täglich in der Klinik vorbeizuschauen. Und es ist viel verlangt. Gibt
es die Bereitschaft, im Notfall da zu sein, dann ist das großartig.
Doch freundschaftliche Pflege hat Grenzen. Es hilft alles nichts:
Ohne mehr Fachkräfte wird es nicht gehen. Wer als Politiker die
Fürsorge im Alter für alle will, muss dafür mehr Geld sichern.
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Datum: 03.08.2014 - 19:07 Uhr
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