WAZ: BerechtigteÄngste bei der Lufthansa. Kommentar von Frank Preuß
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Vertreter des Kabinenpersonals der Lufthansa ihren Chefs mehr oder
weniger deutlich vorwerfen, ist hart und in der Schärfe wohl
überzogen. Gleichwohl zeigt es in aller Deutlichkeit, wie es um die
Stimmung im Unternehmen bestellt ist. Die Ängste der Flugbegleiter
sind ja keineswegs aus der Luft gegriffen. Natürlich sind die
Risiken, in Nigeria mit Ebola in Berührung zu kommen oder von einem
Querschläger über Tel Aviv getroffen zu werden, im Promillebereich.
Aber dass eine Rakete einmal eine Passagiermaschine vom Himmel holen
würde, hielten die Lufthansa-Bosse ja auch nicht für möglich. Sonst
hätten sie ihre Flugroute über die Ukraine nicht erst geändert,
nachdem der malaysische Flieger abgeschossen worden war, sondern
schon zu Beginn der Krise. Besonders fürsorglich waren sie in diesem
Fall nicht: Es hätte theoretisch auch ein Flugzeug der Lufthansa
erwischen können. All das schürt Misstrauen in der ohnehin
gebeutelten Belegschaft, der das Lächeln beim Kunden zusehends
schwerer fallen muss. Keine guten Voraussetzungen für eine
erfolgreiche Zukunft.
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Datum: 15.08.2014 - 19:22 Uhr
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