LVZ: Gabriel: Nach dem Solidarpakt II müssen Löhne und Renten im Osten auf West-Niveau liegen
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dem Auslaufen des Solidarpaktes II im Jahr 2019 nicht nur weitere
Hilfe für den Osten garantiert sondern auch den Anspruch
unterstrichen, "dass dann auch in Ost und West alles andere gleich
sein muss: von der Höhe der Löhne bis zur Höhe der Renten". Das
erklärte Gabriel in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung"
(Sonnabend-Ausgabe). "Es kann nicht sein, dass der Solidarpakt II
ausläuft, aber die Benachteiligungen im Osten weitergehen. Gleiche
Förderung muss dann auch heißen, gleiche Rechte und Chancen. Die
Gleichstellung der Verhältnisse sei "eine Frage der Gerechtigkeit".
Noch immer gebe es unübersehbare Benachteiligungen und
Strukturschwächen, trotz sehr vieler Fortschritte. Und wenn 2019 der
Solidarpakt II ausliefe, "dann werden viele Regionen in
Ostdeutschland trotzdem noch Hilfe und Förderung brauchen". Den
Spitzenkandidaten der sächsischen SPD, Martin Dulig, lobte Gabriel
als "einen typischen Sachsen". Dessen ganz großer Vorteil sei, "er
hat überhaupt keine Angst mit Menschen in Kontakt zu treten und
zuzuhören und weiß gleichzeitig sehr genau, was er will". Für ihn
selbst, so Gabriel, sei Ostdeutschland "zu allererst die Heimat eines
Teils meiner Familie, in die ich hinein geheiratet habe". Die letzten
Wochen sei Ostdeutschland "für mich vor allem, dass wir dort unseren
Sommerurlaub verbracht haben und jetzt an den Wochenenden mit unserer
kleinen Tochter meine Schwiegereltern in der Familiendatsche
belagern". Natürlich ändere sich der Blick auf Ostdeutschland, wenn
die eigene Familie dort herkomme, man selbst dort ein paar Jahre
gewohnt und Freunde und Verwandte dort habe.
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Datum: 16.08.2014 - 06:00 Uhr
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