RNZ: "Sprengstoff" - Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu NSU-Ausschuss/Abschlussbericht
ID: 1098570
kommentiert Konsequenzen aus der Thüringer NSU-Untersuchung:
"Für die Thüringer Landespolitik ist der NSU-Abschlussbericht
bemerkenswert: Wie hier parteiübergreifend das Versagen der
Sicherheitsbehörden gegeißelt wird, die offenbar bewusst
Informantenschutz vor polizeiliche Ermittlungen stellten und damit de
facto die Neonazi-Szene schützten, ist ein starkes Signal. Reformen
dürften folgen. In die gesamte Bundesrepublik geht die Botschaft: Wir
stehen zu unserer Verantwortung, auch gegenüber den Opfern. Wir
arbeiten Verfehlungen schonungslos auf. Doch bergen die 1800 Seiten
auch Sprengstoff für die Landespolitik in Baden-Württemberg.
Durch ihre Zweifel an der offiziellen Regierungslinie im Mordfall
Kiesewetter legen die Erfurter ihren Finger in eine klaffende Wunde:
Die NSU-Aufklärung in Stuttgart verläuft mangelhaft. Die Entwicklung
von Präventionsstrategien und die polizeiliche Aufarbeitung, auf die
die SPD im Land verweist, sind sicherlich wichtig. Doch Thüringen
zeigt: Die dritte Säule, die politische Auseinandersetzung, ist
unabdingbar - auch, weil man die internen Ermittlungen in den
Behörden nicht allein stehen lassen sollte.
Die Frage nach dem Untersuchungsausschuss - sie steht damit wieder
dominant im Raum. Dank Erfurt:"
Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.08.2014 - 19:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1098570
Anzahl Zeichen: 1593
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Heidelberg
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 135 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"RNZ: "Sprengstoff" - Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu NSU-Ausschuss/Abschlussbericht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rhein-Neckar-Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




