Mit mehr Ausbildung dem Fachkräftemangel am Bau vorbeugen
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Mit mehr Ausbildung dem Fachkräftemangel am Bau vorbeugen
Im vergangenen Jahr hatten 8260 Jugendliche eine Berufsausbildung im Baugewerbe begonnen. Das sind 12,4 Prozent weniger als im Vorjahr. In den westlichen Bundesländern betrug das Minus 9,3 Prozent, in den östlichen Bundesländern sogar 24,6 Prozent.
"Der Einbruch ist sicherlich zum Teil auf konjunkturelle Gründe zurückzuführen. Es ist aber auch zu vermuten, dass viele Unternehmen die Gefahr eines drohenden Facharbeitermangels verkennen", sagt Dietmar Schäfers, zuständig für das Bauhauptgewerbe.
Dem sei nur mir heftigem Werben um geeignete Schulabgänger zu begegnen. "Ich fordere alle Bauunternehmen auf, zu prüfen, ob sie nicht doch noch den ein oder anderen Ausbildungsplatz mehr besetzen können", appelliert Schäfers an die Unternehmen.
Schäfers weist darauf hin, dass die Tarifvertragsparteien des Baugewerbes schon vor fast vierzig Jahren eine Umlagefinanzierung für die Ausbildung geschaffen hätten. Diese sorge für eine überproportionale Zahl der Ausbildungsplätze im Vergleich zu anderen Branchen. So sei durch Tarifvertrag geregelt, dass einem ausbildenden Unternehmen rund ein Drittel der Kosten, die während einer dreijährigen Lehre entstehen, aus dem Umlagetopf, in den alle Bauunternehmen einzahlen, erstattet werden. Vielen Betrieben und Betriebsräten sei die Umlagefinanzierung immer noch nicht bekannt. Deshalb rät Schäfers, sich bei der SOKA-BAU als gemeinsamer Einrichtung der Tarifvertragsparteien zu informieren, wie die tarifliche Unterstützung der Zukunftsinvestition für die Betriebe funktioniert.
Sigrun Heil
Pressesprecherin IG Bauen-Agrar-Umwelt
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Datum: 14.08.2009 - 16:47 Uhr
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