Qualifikation für eine nachhaltige Verpflegung von Großgruppen - DBU gibt 300.000 Euro
ID: 1105429
Jugendfreizeiten
Sommerzeit ist Urlaubs- und Ausflugszeit. Viele Verbände und
Vereine bieten gerade jetzt Freizeiten und mehrtägige Veranstaltungen
an. "Neben dem Ort und Programm muss auch die Verpflegung geplant
sein - vor allem bei Großgruppen. Denn werden Rationen falsch
kalkuliert, landet ein Teil des Essens statt im Magen oft in der
Tonne. Hinzu kommt, dass beim Einkauf noch zu wenig auf regionale
oder saisonale Produkte geachtet wird", sagt Dr. Alexander Bittner
von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Deshalb fördert die
DBU ein Bildungs- und Qualifizierungsprogramm der Hochschule
Pforzheim für Jugendverbände, das sich mit nachhaltigem
Konsumverhalten befasst. Neben einer Schulung, für die Arbeitskreise
und ergänzende Online-Module vorgesehen sind, soll ein Internetportal
für den Austausch zwischen Jugendverbänden und Handel zur
nachhaltigen Verpflegung und Beschaffung erprobt und eingeführt
werden. Die DBU unterstützt das Projekt mit rund 300.000 Euro und
ihrem Expertenwissen.
Immer häufiger zielten die Programme und Maßnahmen der kirchlichen
Akteure auf Fragen eines nachhaltigen Lebensstils und umweltethische
Themen, so Bittner. Deshalb liege es nahe, auch bei Ferienfreizeiten,
Jugendzeltlagern und Jugendfestivals auf Nachhaltigkeit zu setzen.
Eine wichtige Rolle spiele dabei die Verpflegung. Die Lebensmittel
würden meist von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Jugendverbände
gekauft und verarbeitet. Da sie häufig keine Erfahrungen mit der
Verpflegung von Großgruppen hätten, achteten sie bislang zu wenig auf
angemessene Mengenplanungen und auf möglichst nachhaltige Produkte.
Statt regionaler und Bio-Lebensmittel würden meist konventionelle
Produkte konsumiert und Mengen nicht angemessen abgeschätzt - vieles
lande im Müll.
"Um die Entscheider über die Verpflegung bei Ausflügen für ein
nachhaltiges Konsumverhalten zu sensibilisieren und zu qualifizieren,
konzipieren wir gemeinsam mit der CVJM-Hochschule Kassel
Arbeitskreise zur Schulung Ehrenamtlicher und ergänzende
Online-Module", erläutert Prof. Jörg Woidasky von der Fakultät für
Technik der Hochschule Pforzheim. Neben rechtlichen Anforderungen
würden die Teilnehmer auch praxisbezogen geschult. Dazu gehörten eine
optimale Mengenplanung, finanzielle Spielräume beim Gestalten einer
nachhaltigen Verpflegung und das Integrieren von Aspekten der
Nachhaltigkeit in die inhaltlichen Programme, Aktivitäten und
Maßnahmen.
Beim Gestalten von Jugendfreizeiten sollten die Ehrenamtlichen
durch ein Internetportal entlastet werden, indem die Bestell- und
Lieferprozesse, Kosten- und Mengenkalkulationen sowie Rezepte direkt
online verfügbar sind und so die Vorbereitungs- und
Beschaffungszeiten stark verkürzen. "Die Plattform soll die
Ehrenamtlichen unterstützen und das Kochen bei Freizeiten attraktiver
machen. Hinzu kommt, dass insgesamt das Verständnis für
Nachhaltigkeit vertieft und das Beschaffen von Lebensmitteln -
insbesondere von möglichst regional erzeugten Bio- und fair
gehandelten Produkten - erleichtert wird. Wir sehen zum Beispiel eine
Option zur Online-Bestellung und Warenlieferung vor", so Woidasky.
Das Portal werde langfristig von einem unabhängigen Anbieter betreut.
"Das Projekt soll durch die Zusammenarbeit von Hochschulen,
Jugendverbänden und regionalen Anbietern von Bio-Lebensmitteln auch
weitere Jugendverbände zu einer Teilnahme inspirieren", ergänzt
Bittner.
An dem Projekt beteiligt sind der Lebensmittel-Versandhändler
Amorebio aus Ubstadt-Weiher, der Gesamtverband des Christlichen
Vereins Junger Menschen (CVJM) in Deutschland aus Kassel, die
CVJM-Hochschule aus Kassel, der CVJM Karlsruhe, das Evangelische
Jugendwerk Württemberg aus Stuttgart, die Evangelische Jugend in der
Pfalz aus Kaiserslautern und das Büro für Umwelt und Energie der
Evangelischen Landeskirche in Baden aus Karlsruhe. "Wir haben uns zum
Ziel gesetzt, dass die teilnehmenden Verbände den Anteil einer
nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung um mindestens zehn Prozent
steigern", so Woidasky.
Pressekontakt:
Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Sina Hindersmann
Anneliese Grabara
Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon:0541|9633-521
Telefax:0541|9633-198
presse@dbu.de
www.dbu.de
Ansprechpartner für Fragen zum Projekt:
Jörg Woidasky
Fakultät Technik
Hochschule Pforzheim
Telefon: 07231/286489
E-Mail: joerg.woidasky@hs-pforzheim.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.09.2014 - 09:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1105429
Anzahl Zeichen: 5075
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Pforzheim
Kategorie:
Nahrung- und Genussmittel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 342 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Qualifikation für eine nachhaltige Verpflegung von Großgruppen - DBU gibt 300.000 Euro"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Energiewende in Deutschland benötigt "dringend einen neuen Schub", fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Notwendig seien "praxistaugliche Innovationen, die mithilfe digitaler Instrumente und künstlicher Intelligenz (KI) die Wirtschaft ankurbeln, Stromnetze stabilisie
DBU-Stiftungskapital erstmals drei Milliarden Euro/Finanzbilanz 2025 - Digitale Jahrespressekonferenz ...
Premiere und Rekordwert für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU): Erstmals seit Gründung vor mehr als 30 Jahren hat das Stiftungskapital drei Milliarden Euro (https://www.dbu.de/app/uploads/dbu-media-2025-vorwort-jb2025-verwaltung-finanzen.pdf) erreicht. "Die Zahlen zeigen: Die Stiftung h
Made in Germany: DBU fördert 100. grünes Startup / di.monta: effizientes Recycling per KI ...
Zukunftsweisendes Jubiläum in dem seit 2019 laufenden Green Startup-Programm (https://www.dbu.de/foerderung/green-start-up/) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Zum 100. Mal ist nun ein junges auf Umwelt- und Ressourcenschutz orientiertes Unternehmen in die Förderung aufgenommen worden. di.
Weitere Mitteilungen von Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Maersk Container Industry sieht eine "Revolution" im Mangohandel voraus ...
Ein kürzlicher Test in der Elfenbeinküste zeigt, wie Westafrikas Mangohandel mithilfe von speziellen Containern ausgeweitet werden kann, die das Obst quasi in einen Winterschlaf schicken. Zur Ansicht des Multimedia News Release klicken Sie bitte hier: http://www.multivu.com/players/E
Studie: Lebensmittelunternehmen können Kartellrechtsverstöße vermeiden und Rechtssicherheit erhöhen ...
Mit einer aktuellen Studie untersucht die AFC Management Consulting die internen Richtlinien und Managementprozesse, die zu mehr Rechtssicherheit in der zuletzt von diversen Meldungen über Kartellverstöße erschütterten Lebensmittelwirtschaft führen sollen. Neben kartellrechtlichen Fragen ha
Grünländer Käsewürfel - unkompliziert-leckere Alleskönner für die Halloween-Party (FOTO) ...
Am 31. Oktober ist es wieder soweit - Kinder und Erwachsene weltweit feiern Halloween und freuen sich auf ein schaurig-schönes Gruselfest. Auch in Deutschland erfreut sich der Tag immer größerer Beliebtheit. Egal ob für Groß oder Klein, zuhause oder bei Freunden - zahlreiche Halloween-Pa
DBU fordert: keine Eingriffe in die Natur - Bestehende Flächen optimal nutzen ...
"Natur und Nutzung von Landschaft möglich" Anlässlich des Deutschen Naturschutztags in Mainz fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Eingriffe in die Natur zu vermeiden und den Artenschutz zu unterstützen. "Wir müssen bestehende landwirtschaftliche Flächen optimal




