Weser-Kurier: Kommentar von Norbert Holst zur Tierschutz-Initiative von Agrarminister Christian Schmidt
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Tierschutz gehen. Wortreich hat er seine Initiative in Berlin
vorgetragen, viel Konkretes gab es allerdings nicht zu hören. Nun
denn, es soll das "Prinzip Schmidt" gelten, wie der Minister sagt:
Macht ihr mal, ich schaue zu und greife notfalls ein. Schmidt will
Tierschützer, Bauern, Lebensmittelindustrie und Handel mitnehmen auf
seinem Weg der "verbindlichen Freiwilligkeit" - auch damit alte
Gräben nicht wieder aufreißen. Alles nur Nebelkerzen? Der Verdacht
ist nicht von der Hand zu weisen. Gerade im Agrarbereich stand am
Ende von Arbeitskreisen und "Task Force"-Gruppen oft viel Papier,
aber wenig Veränderung. Andererseits hat der Minister mit seinem Plan
ein klares Versprechen gegeben: Am Ende der Legislaturperiode soll es
den Tieren besser gehen als heute. Daran wird er sich messen lassen
müssen. Aber vielleicht ist Schmidts Vorstoß ja auch für eine
Überraschung gut. Für besseren Tierschutz scheint die Zeit reif. Bio
ist längst kein Nischenthema mehr. Immer mehr Menschen achten darauf,
was bei ihnen auf den Tisch kommt. Muss man dabei aber an
Massentierhaltung, betäubungslos kupierte Ferkelschwänze oder an mit
Antibiotika vollgepumpte Kälber denken, vergeht immer mehr Menschen
der Appetit. Darauf sollten sich Bauern, Lebensmittelindustrie und
Handel einstellen.
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Datum: 17.09.2014 - 21:51 Uhr
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