Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu wohltätigen Promis: Frage der Effizienz von Thomas Spang
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wirklich hilft, bleibt mehr als ungewiss. Glaubt man jüngeren
Studien, strahlen die Stars kaum bis gar nicht auf die vertretenen
Anliegen ab. Befragte können sich nur in seltenen Fällen eindeutig
daran erinnern, wofür sich ein bestimmter Schauspieler, Musiker oder
Regisseur einsetzt. In jedem Fall aber helfen sich Stars mit ihrer
Wohltätigkeit selbst. Öffentliches Geben und Aktivismus trägt zur
Imagepflege bei. Kein Wunder, dass in den vergangenen Jahren eine
ganze Branche entstanden ist, die gute Zwecke und Künstler für
saftige Honorare zusammenbringen. Gewiss missbrauchen einige Stars
die Samariter-Rolle für PR-Zwecke. Doch den meisten Promi-Aktivisten
täte man unrecht, sie bloß als Zyniker abzustempeln. Bono, George
Clooney und Angelina Jolie - um nur einige zu nennen - sehen nicht
nur gut aus, sondern dienen auch einer guten Sache. Am Ende geht es
um Effizienz. Je mehr die Stars ihre Anliegen institutionalisieren,
desto erfolgreicher sind sie. Dank Bonos "ONE"-Netzwerk, Clooneys
"Not on our Watch" oder den Aids-Stiftungen der verstorbenen
Elizabeth Taylor gibt es ein bisschen mehr Hoffnung auf der Welt. Bei
aller berechtigten Skepsis verdient solcher Einsatz nicht Kritik -
sondern allen Respekt.
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Datum: 05.10.2014 - 21:56 Uhr
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