Rheinische Post: Gelungene Debatte
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gelungen, wenn die Abgeordneten sich vom Fraktionszwang lösen und
wirklich frei sprechen dürfen. Die Debatte zur Sterbehilfe gestern
gehörte in diese Kategorie. Zudem zeichnete sich ab, dass es bei dem
Thema eine Entscheidung mit Augenmaß geben wird. Die Mehrheit im
Bundestag spricht sich für ein Verbot der Sterbehilfevereine aus, und
das ist auch sinnvoll. Sich sterbenskrank in die Hände von Fremden zu
begeben, die dann den Tod organisieren helfen, ist unwürdig. Bei dem
sich abzeichnenden Kompromiss wird dennoch ein kleiner Spielraum für
Ärzte und Angehörige bleiben, Beihilfe zum Suizid zu leisten. Denn
diese soll weiterhin strafrechtlich nicht verfolgt werden. Beim
Nachdenken über das Thema, wie wir mit dem Sterben umgehen, sind die
meisten Abgeordneten auch zu dem Ergebnis gekommen, dass es einer
besseren Versorgung und Pflege der Sterbenden bedarf. Diese wichtige
Erkenntnis muss dringend Folgen haben.
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Datum: 13.11.2014 - 20:52 Uhr
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