Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Rumänien/Präsidentenwahl
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klientelistischen Systems, das sich freilich nicht auf die
Sozialdemokraten beschränkt. Hingegen wird Iohannis als ein
skandalfreier, am Gemeinwohl orientierter Sachpolitiker wahrgenommen.
Dabei war die von ihm seit Kurzem geführte Nationalliberale Partei
unter seinem Vorgänger durchaus an Pontas Machenschaften beteiligt.
Man sollte sich also vor Schwarz-Weiß-Wahrnehmungen hüten.
Dennoch ist die Wahl von Iohannis eine kleine Zeitenwende. Das
Volk hat den Willen bekundet, dass jetzt die Heilung der "defekten
Demokratie" in Rumänien beginnen soll. Der Präsident hat starken
Einfluss auf die Geheimdienste und die Justiz. Die Wahl von Iohannis
bedeutet deshalb, dass jene tapferen Staatsanwälte, die seit geraumer
Zeit systematisch die Netze der Korruption und der Niedertracht
zerreißen, weitermachen können. Für Ponta & Co. sind das keine
erfreulichen Aussichten - für die Bürger umso mehr.
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Datum: 17.11.2014 - 20:20 Uhr
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