Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Thüringen/Ramelow/Linke
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starkes Versöhnungszeichen gesetzt. Er bat die Stasi-Opfer, die unter
der SED gelitten haben, um Entschuldigung. Spätestens in diesem
Moment hätten seine Kritiker in der Union abrüsten sollen. Auch wer
Verständnis dafür aufbringt, dass der Machtverlust in Thüringen nach
24 Jahren die Betroffenen schmerzt, auch wer die Linken aus
ideologischen Gründen ablehnt oder der rot-rot-grünen Koalition
misstraut: Demokratie ist Wechsel. Es ist respektlos und unsinnig,
Ramelow als Top-Agenten einer Ex-Stasi-Connection zu verunglimpfen.
Dass der CSU-Generalsekretär diesen Tag auch als eine Schande für das
wiedervereinigte Deutschland bezeichnet, fällt auf ihn selbst zurück.
Mit derart dumpfen Sprüchen wird die Union in der Auseinandersetzung
mit der durch Ramelows Aufstieg an die Macht gestärkten Linkspartei
wenig ausrichten.
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Datum: 05.12.2014 - 22:25 Uhr
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