Weser-Kurier: Zu Richtlinien für Politiker im Internet schreibt Peter Mlodoch:
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Draht zum Wahlvolk: Für Politiker liegen die Vorteile sozialer
Netzwerke auf der Hand. Via Facebook oder Twitter lassen sich
Menschen erreichen, die die klassischen Medien wie Tageszeitung,
Radio oder Fernsehen für ihre Informationen längst nicht mehr nutzen.
Aufpassen müssen Abgeordnete und Minister allerdings, dass ihnen
angesichts der unkompliziert scheinenden Möglichkeiten die Gäule
nicht durchgehen. Private Urlaubsberichte oder Fotos vom halb
verspeisten Mittagessen mögen lustig sein, vertragen sich aber nicht
mit dem Anspruch seriöser Politik. Bissige Bemerkungen über Gegner
wie eigene Partei- oder Koalitionsfreunde sollte man ebenfalls
vermeiden. Insoweit ist es nachvollziehbar, dass die Staatskanzlei
von Ministerpräsident Weil über Netzregeln nachdenkt. Anderseits
drängt sich der Gedanke an einen amtlichen "Maulkorb" auf, mit dem
die Regierungszentrale die Ressorts auf Linie bringen könnte.
Außerdem drohen Zensurvorwürfe, wenn missliebige Kommentare einem
allzu strengen Filter zum Opfer fallen. Vielleicht tut es daher auch
ein Appell: Wer verantwortungsbewusst mit den neuen Netzwerken
umgeht, braucht keine starren Vorgaben.
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Datum: 14.12.2014 - 20:19 Uhr
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