Westfalen-Blatt: zur AfD
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normaler Streit? Die Alternative für Deutschland (AfD) zeigt derzeit,
dass sie sich auf dem Weg zu einer normalen Partei befindet. Oder
auch nicht. Wenn sich die Landesfürsten nicht mit dem vermeintlichen
Parteichef Bernd Lucke einigen, droht eine Entwicklung, wie sie die
Piratenpartei hinter sich hat: hochgejubelt, dann tief gefallen.
Dabei muss es gar nicht von Nachteil sein, dass sich Mitglieder einer
demokratischen Partei um den richtigen Kurs streiten. Wenn aber eine
Entscheidung gefallen ist, müssen alle dahinter stehen. Dieser
Prozess ist vielen in den Reihen der AfD offenbar noch fremd. Es
reicht nicht, dass sich eine Partei gegen der Euro, gegen die EU und
gegen Zuwanderung ausspricht. Wie steht die AfD zu Auslandseinsätzen
der Bundeswehr, zum Schuldenabbau oder zur Bildungspolitik? Meistens
ist es Lucke, der dazu gefragt wird, weil er in den Augen der
Öffentlichkeit der AfD-Chef ist. Wenn das seinen Gegenspielern nicht
passt, müssen sie neue Strukturen schaffen. Das Wort Alternative im
Parteinamen allein reicht nicht, um eine Alternative zu sein.
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Datum: 05.01.2015 - 21:00 Uhr
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