Weser-Kurier:Über den Bahn-Tarifstreit schreibt Maren Beneke:
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neue Jahr. Einer davon lautet, netter zu seinen Mitmenschen zu sein.
Wünschenswert wäre, dass sich nicht nur Privatpersonen derlei
Vorhaben zu Herzen nehmen würden, sondern dass sie auch in der
Wirtschaft ankämen. Etwa bei der Bahn und der Gewerkschaft GDL. Im
Tarifstreit zwischen den Parteien gäbe es in diesem so viele
Möglichkeiten, es besser zu machen als im vergangenen Jahr. Wie wäre
es etwa mit dem Vorsatz: Kommunikation statt Konfrontation? Doch mit
den guten Vorsätzen ist es bei Bahn und GDL offenbar nicht weit her.
Erst am Wochenende gab es wieder ein Säbelrasseln, GDL-Chef Weselsky
drohte schon vor dem gestrigen Beginn der Tarifverhandlungen mit
neuen Streiks für den Fall, dass "die Bahn auf Zeit spielt". Ob sie
das aus Sicht der Gewerkschaft tut, wolle man erst nach dem nächsten
Termin Ende Januar bewerten. Doch Zeitspiel hin oder her - mit einem
schnellen Tarifabschluss rechnet auch nach Ende der gestrigen
Verhandlungen keine der Parteien. Von zarten Annäherungsversuchen,
wie sie noch im Dezember herauszuhören waren, scheinen Bahn und GDL
nun also wieder weit entfernt zu sein. Die Leidtragenden sind mit
großer Wahrscheinlichkeit die Bahnkunden. Wieder einmal. Das haben
die Lehren aus 2014 gezeigt. Doch gelernt hat daraus offenbar keine
der beiden Seiten.
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Datum: 19.01.2015 - 20:43 Uhr
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